
Schwierige Prüfungen und spannende Entscheidungen beim ESA-Finale in St. Katharein
Bei herrlichem Spätsommerwetter ging am 12. September die 2. Orientierungsfahrt der Endurosenioren Austria in St. Katharein an der Laming über die Bühne. Die von Ulli Leitner und seinem Team organisierte Veranstaltung bildete gleichzeitig den Abschluss der ESA-Meisterschaft 2026. Rund 30 Fahrer stellten sich den Herausforderungen aus Orientierungsetappe, Trialprüfung und gezeiteter Sonderprüfung.

Besonders die Trialprüfung erwies sich als deutlich anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Der kompakte Trail-Parcours verlangte präzise Linienwahl, viel Gefühl für Motorrad und Untergrund sowie höchste Konzentration. So mancher Teilnehmer musste erkennen, dass die scheinbar einfache Prüfung ihre ganz eigenen Tücken bereithielt. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Motorräder so 40-50 Jahre alt sind. Mit einem Finger kuppeln spielt sich da nicht und die Wendigkeit der alten Vietakter kann man eher mit schwangeren Rindviehern vergleichen … Gewertet wurde hier pro Fuß am Boden eine Sekunde Strafzeit, beide Beine am Boden 5 Sekunden Strafe.
Ein echtes Highlight des Tages war die gezeitete Sonderprüfung. Die abwechslungsreiche Streckenführung mit unterschiedlichen Passagen sorgte für viel Fahrspaß und verlangte den Teilnehmern ihr gesamtes Können ab. Hier wurden die entscheidenden Sekunden für die Tageswertung herausgefahren und bis zum Schluss um jede Position gekämpft.

Die rund 35 Kilometer lange Orientierungsetappe führte durch die wunderschöne Landschaft rund um den Tragößgraben. Auf Streckenmarkierungen wurde bewusst verzichtet, sodass die Teilnehmer gefordert waren, ihren Weg anhand der Fahrunterlagen selbst zu finden. Diese sorgte immer wieder für Sucharbeit und kleine Umwege.
Schlussendlich erreichten jedoch alle Fahrer wohlbehalten das Fahrerlager. Die hervorragende Organisation durch Ulli Leitner und sein Team sowie die gewohnt kameradschaftliche Atmosphäre machten die Veranstaltung dennoch zu einem rundum gelungenen Endurotag, der den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Podestplätze
Veteranen +70
Gerhard Wallisch (KTM 250)
Alfred Steinwidder (KTM GS 175)
Gerhard Trabert (KTM GS 250)
Veteranen +65
Anton Reisenhofer (Puch 249)
Jürgen Wurzer (Husqvarna 240)
Peter Pernusch (KTM GS 249)
Klasse C2
Christian Kaiser (Puch 347)
Günter Schopohl (Husqvarna 240)
Wolfgang Hafenscher (KTM GS 250)
Klasse Y1
Johann Kaiser (Maico)
Hannes Seiwald (Husqvarna 360)
Peter Bous (KTM 300)
Klasse Y2
Anton Edlinger (Husaberg FE 501)
Bernhard Pitzl (Honda XR 600)
Peter Proprentner (KTM LC4)
Mit der Orientierungsfahrt in auf der „Jagawiesn“ fiel zugleich die Entscheidung in der ESA-Meisterschaft 2026. In der Youngtimer-Wertung entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Johann Kaiser und Anton Edlinger. Beide erreichten am Saisonende jeweils 131 Punkte und teilten sich damit den Meistertitel.
Rang drei ging an Bernhard Walzer mit 100 Punkten. In der Oldtimer-Wertung sicherte sich Christian Kaiser mit dem Punktemaximum von 150 Zählern souverän den Meistertitel vor Gottfried Ennsmann (96 Punkte) und Emanuel Strolz (88 Punkte).
Bei den Veteranen über 65 Jahren durfte sich Anton Reisenhofer mit 125 Punkten über den Meistertitel freuen. Die weiteren Podestplätze belegten Hans Merkinger mit 116 Punkten und Peter Pernusch mit 111 Punkten.
Die Endsiegerehrung findet wie üblich im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 14. November in Mühlen statt.
Link: https://www.endurosenioren.at/

Fotos: Alfred Steinwidder





