Staub, Hitze und eine Horde junger Enduro Asse lassen den König der Karpaten kalt - Graham Jarvis gewinnt den ersten Offroad Tag...

Mit dem Sonnenaufgang startete der erste Offroad Tag der 19. Red Bull Romaniacs 2022. Die Trackmanager zeigten keine Gnade und nach einem kurzen Warm Up wartete schon der erste Gold Loop auf die Fahrer der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft. Doch damit nicht genug, für die ”Live Maniacs” Übertragung mussten die Fahrer der Gold Klasse den “Babysitter” gleich dreimal hintereinander bezwingen. Die Sektion begann mit einem heftigen Steinfeld, das steil bergauf in Richtung Wald führte.
Dort angelangt ging es im typischen Romaniacs Zick-Zack immer weiter nach oben. Schmal und steil, gespickt mit Wurzeln und Steinen schlängelte sich der Pfad nach oben und wurde dabei immer steiler und steiler. Wie erwartet spielten auch die Hitze und der extrem trockene Boden entscheidende Rollen. Der Staub beeinträchtigte die Sicht und erschwerte das Überholen ungemein. Die Trockenheit machte es rutschig und sorgte dafür, dass die Fahrer ständig auf der Suche nach jedem bisschen Traktion waren.
Nach drei Runden am “Babysitter” ging es auf der restlichen Strecke genauso heftig weiter. Bis zum Servicepunkt reihten sich die Gold Loops wie die Perlen an einer Kette auf. Darunter einige bekannte Sektionen wie “Kill’em all”, und die Galindo Ridge. Besonders die neueste Gemeinheit namens “Perla” verlangten den Fahrern alles ab. Erst nach über drei Stunden Fahrzeit erreichten die schnellsten Fahrer der Gold Klasse den Service Point und hatten sich eine kurze Verschnaufpause mehr als verdient.
Manuel Lettenbichler (DEU, KTM) musste die Etappe eröffnen und wollte mit einer aggressiven Strategie vom Start weg versuchen dem Staub zu entkommen. Die Flucht nach vorne wurde jedoch schon früh von technischen Problemen eingebremst. Beim Tausch der Kupplung verlor er noch mehr Zeit, der Super Gau folgte jedoch später. Von der FIM gab es für unerlaubte Hilfe noch zwei Stunden Zeitstrafe oben drauf. Damit ist der Traum vom vierten Romaniacs Sieg in Folge bereits ausgeträumt.

Wie bereits im letzten Jahr, präsentierte sich Graham Jarvis (GBR, HQV) zu den Red Bull Romaniacs in Topform. Der “Silent Assassin” machte seinem Spitznamen heute wieder alle Ehre. Nach einem ruhigen Prolog startete der 47 jährige Engländer als elfter am ersten Offroad Tag. Still und heimlich kämpfte er sich immer weiter nach vorne und im Ziel folgte die große Überraschung: Bestzeit für Graham Jarvis an Offroad Tag 1!
Ebenfalls einen guten Start ins Rennen hatten die jungen Wilden. Allen voran Theodor Kabakchiev (BGR, KTM), der junge Bulgare durfte sich hinter Jarvis über die zweitschnellste Zeit des Tages freuen. Auch Michael Walkner (AUT, GAS GAS) und Trystan Hart (CAN, KTM) waren besonders stark unterwegs und fuhren mit den Plätzen drei und vier absolute Top Ergebnisse ein. Mit Sonny Goggia (ITA), Matthew Green (ZAF) und David Cyprian (CZE) landeten drei weitere Young Guns in den Top 10. Die nächste Generation ist dabei die Lücke zu den Stars zu schließen und hat heute bewiesen, dass man jetzt schon mit ihnen rechnen muss.
Das mussten auch Mario Roman (ESP, Sherco) und Alfredo Gomez (ESP, GAS GAS) akzeptieren, beide haben sich für die Red Bull Romaniacs viel vorgenommen und lieferten sich den Tag über ein spannendes Duell. Im Ziel hatte Mario Roman zwar die Nase vorn, es reichte jedoch nur für den fünften Platz. Alfredo Gomez wurde sechster. Ob die Beiden ihre Erfahrung im Laufe der Rallye ausspielen können um sich vor die jungen Wilden zu schieben, müssen die nächsten Tage zeigen. Noch ist alles drin!

Silber
Die Fahrer der Silber Klasse mussten heute beweisen, dass sie den “Pivot Turn” also die Försterwende im schweren Gelände perfekt beherrschen. Ohne diese Technik waren die zahlreichen “Zick Zack” Wege kaum zu meistern. Nach dem Servicepoint wurde die Strecken dann etwas flowiger. Die lange Abfahrt ins Ziel stellte alle noch mal vor eine große Herausforderung. Der mangelnde Grip zwang einige Fahrer zum Absteigen und Schieben. Diese Bedingungen kennt Fabien Poirot (FRA) aus Südfrankreich gut und sicherte sich den Tagessieg vor Adam Giles (AUS) und Chris Birch (NZL).
Bronze
Mit einer Renndistanz von satten 130 Kilometern stand in der Bronze Klasse die längste Renndistanz auf dem Programm. Für die nötige Abwechslung sorgte eine gute Mischung aus technischen Sektionen und schnellen Passagen. Die Strecke führte die Fahrer in die hohen Lagen der Karpaten. Die Aussicht dort oben ist atemberaubend und eines der Highlights der Red Bull Romaniacs. Matthias Walkner (AUT, KTM) hatte jedoch keine Zeit die Aussicht zu genießen, er was damit Beschäftigt den Tag zu gewinnen: “Es war ein ziemlich harter Tag und ich musste mich zunächst an die Navigation gewöhnen und meinen Rhythmus mit dem GPS finden. Einige Abfahrten und enge Singletrails haben mich und mein Rallye Bike ganz schön ans Limit gebracht.”
Leider blieb das erhoffte Duell mit Pol Tarres (AND) aus, dieser stürzte kurz nach Checkpoint 2 und musste sein Rennen vorzeitig beenden.
Edgars Silins (LVA) und der Rumäne Marius Achim Popovici (ROU) landeten nur wenige Minuten hinter Dakar Champion Matthias Walkner auf den Plätzen zwei und drei.
89 Kilometer standen heute für die Iron Klasse auf dem Programm und hielten einen ersten Vorgeschmack der Romaniacs Auf- und Abfahrten bereit. Die Atom Klasse nutzte heute zum Teil dieselbe Route, war jedoch schon nach 84 Kilometer Renndistanz im Ziel.
Auch an Offroad Tag 2 wird wieder live von der Strecke gesendet. Die Moderatoren Craig Stone und Darryl Curtis präsentieren euch von 6:00 bis 08:00 Uhr deutscher Zeit die Action von den “Live Maniacs” Sektionen.
Martin Freinademtz: "Der erste Offroad Tag war ein voller Erfolg, obwohl es staubig war, gab es kaum Beschwerden. Die guten Strecken müssen die Fahrer darüber hinweg getröstet haben. Wir waren alle super gespannt, wie unser neues Format “Live Maniacs” ankommen wird. Zum ersten Mal haben wir es damit geschafft, den Fans weltweit einen Einblick zu geben, was hier während der Red Bull Romaniacs wirklich los ist. Wir konnten das unglaubliche Niveau der besten Fahrer, genau wie die “Hard Enduro Madness” dahinter zeigen. Ich freue mich schon darauf, euch morgen unsere nächsten Live Maniacs Sektionen zu präsentieren.”
Links:
Red Bull Romaniacs Ergebnisse 2022
Red Bull Romaniacs 2022: Alle Livestreams als Liste!

PA: Red Bull Romaniacs. Fotos: WESS Promotion GmbH/RedBull Contentpool
Results: Red Bull Romaniacs, Offroad Day 1
1. Graham Jarvis (Husqvarna) 4:47:15; 2. Teodor Kabakchiev (KTM) 4:50:52; 3. Trystan Hart (KTM) 4:58:32; 4. Michael Walkner (GASGAS) 4:56:34; 5. Mario Roman (Sherco) 4:56:27; 6. Alfredo Gomez (GASGAS) 5:04:19; 7. Manuel Lettenbichler (KTM) 5:04:33; 8. Sonny Goggia (KTM) 5:21:29; 9. Matthew Green (KTM) 5:24:38; 10. David Cyprian (KTM) 5:37:49…
Provisional Overall Standings (After Offroad Day 1)
1. Graham Jarvis (Husqvarna)
2. Teodor Kabakchiev (KTM) +4:47
3. Trystan Hart (KTM) +10:21
4. Mario Roman (Sherco) +10:57
5. Michael Walkner (GASGAS) +11:21
Die KTM AG, führender Hersteller von motorisierten Zweirädern mit den Motorradmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS, stellte auf dem KTM North America Dealer Summit in Charlotte (North Carolina, USA) ihr umfassendes Sortiment an E-Sportminicycles vor.

Die aktuelle Produktpalette umfasst elektrische Bikes für junge Fahrer verschiedenster Leistungsklassen, von Einstiegs-Laufrädern bis hin zu ausgefeilten Wettbewerbsmodellen. Für 2022 wurden diese Modelle um die neue SX-E 3, EE 3 und MC-E 3 erweitert. Sie sollen die Lücke zwischen den elektrisch angetriebenen Laufrädern des Unternehmens und den weiterführenden Modellen SX-E 5, EE 5 und MC-E 5 schließen. Bis Mitte des Jahrzehnts wird das Sortiment 20 elektrische Offroad-Motorräder aller Marken umfassen, von Einstiegsmodellen bis hin zu wettbewerbsfähigen Bikes. Das Hauptaugenmerk liegt auf den jungen Talenten, welche die Zukunft des Motorsports darstellen.

Dank jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Motorrädern beschäftigt sich die KTM AG intensiv mit den Chancen elektrischer Mobilität und der Ausarbeitung von ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Produkten.
„Heute sprechen alle über E-Mobility. Bei der KTM AG streben wir ständig nach Weiterentwicklung in diesem Segment und werden so unserer Verantwortung als innovatives, nachhaltiges Unternehmen gerecht,“ so Hubert Trunkenpolz, Chief Marketing Officer bei der KTM AG. „Wir sind überzeugt, dass E-Mobility eine Rolle spielen kann, wenn es um kurze Strecken, Mobilität in der Stadt und kleine Motorisierung geht. Im Offroad-Bereich müssen wir die Gegebenheiten auf der Strecke berücksichtigen, wie beispielsweise die begrenzten Lademöglichkeiten für größere Batterien.“
Starke Händlerpartnerschaften sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der KTM AG. Als Weltmarktführer im Bereich der Offroad-Wettbewerbsmotorräder ist das Unternehmen ein geeigneter Partner für sein globales Händlernetzwerk. Die KTM AG strebt als zuverlässiger Hersteller motorisierter Zweiräder stets danach, die hohen Erwartungen von Fahrern und Händlern ebenso wie der Gesellschaft zu erfüllen.

„Unsere Beziehungen zu unseren Händlern, ihr Feedback und ihr Input waren für uns schon immer sehr wertvoll. Daher sind wir stolz, zum ersten Mal auf dem größten Offroad-Motorradmarkt der Welt unsere Produktpalette an Elektromotorrädern für die jüngsten Fahrer zu präsentieren. Es war wunderbar, einige Tage mit unseren Partnern zu verbringen, die neueste Motorradgeneration zu fahren und unsere Visionen sowie Pläne für die Zukunft zu vermitteln,“ so Florian Kecht, Chief Sales Officer bei der KTM AG. „Wir engagieren uns für traditionelle Betriebe und werden unsere Händler weiterhin mit einem breiten, hochwertigen Sortiment versorgen, das heute und zukünftig die Erwartungen aller Stakeholder erfüllen wird.“
Über KTM AG: Die KTM AG ist mit den Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS der führende europäische Hersteller motorisierter Zweiräder. Das Unternehmen zählt zu den Technologie- und Marktführern in Europa, besonders im Premium-Motorradsegment. Neben Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor umfasst das Produktportfolio zudem innovative elektrisch angetriebene Zweiräder, wodurch die KTM AG auch eine Vorreiterrolle in der E-Mobility einnimmt.

PA: KTM DACH
"Absolut am Limit unterwegs!" Nur eine kurze Aufwärmphase war Dieter Rudolf am ersten Offroad-Tag der “Red Bull Romaniacs” vergönnt. Nach dem frühmorgendlichen Start waren nur die ersten paar Kilometer kraftschonend und fahrerfreundlich angelegt. Schon bald aber wechselten sich schwierige mit sehr schwierigen und extremen Passagen ab...

Dazu kamen noch Staub und Hitze, die auch an diesem Tag wieder bei mehr als 30 Grad lag. Dieter Rudolf hat aber durchgehalten und diese kraftraubende Etappe als (inoffiziell) Zwölfter beendet. Nach dem 12. Platz im Prolog bleibt der Niederösterreich also im Wettstreit mit den Hard-Enduro-Profis in Schlagdistanz zu den Top 10.
Dieter Rudolf: “Es war richtig hart heute. Ich war absolut am Limit unterwegs. Schon nach ein paar Kilometern ist es losgegangen. Und von da an war es bis zum Service-Punkt durchgehend richtig schwer zu fahren. Checkpoint 3, der auch live gecovert wurde, war richtig knackig. Dort habe ich Martin (Freinademetz; Erfinder der “Red Bull Romaniacs”) getroffen und habe ihn gefragt, wie weit es noch zum Service-Punkt und damit zu zumindest 20 Minuten Pause ist. Er hat nur gemeint, dass auf dem Weg dahin schon noch mal richtig was bevorstehe.
Und so war es auch. Unter anderem mussten wir – wie schon im Vorjahr – über eine megaschwierige Abfahrt, die schon sehr grenzwertig ist. Gleich danach ging es wieder rauf über einen Hang namens ‘Kill them all’ – und der hat mich konditionell definitiv gekillt. Danach wurde es dann einigermaßen fahrbarer. Aber ich war zu diesem Zeitpunkt körperlich schon ziemlich am Sand. Dann aber kam nochmal ein Steilhang, der am Ende nur sehr losen Untergrund hatte. Ich habe den nicht in einem Strich geschafft und musste mich zickzack rauf kämpfen. Das hat nochmal enorm viel Kraft und Zeit gekostet.
Zusätzlich hatte ich auch Probleme mit dem Halt auf der Sitzbank. Ich bin da ziemlich hin und her gerutscht. Die Pause beim Service-Punkt hat mir aber gut getan und ich konnte mir für den zweiten Teil des Tages die Kraft dann besser einteilen. Dieser zweite Teil war definitiv auch leichter zu fahren. Sagen wir mal so: am Schluss hat es heute auch ein bisschen Spaß gemacht. Mit dem 12. Platz bin ich letztendlich zufrieden. Ich denke, ich bin ganz ok dabei. Schauen wir mal was morgen passiert.”
PA: hartenduro.at, Foto: Benedikt Holzer
Klassenbester! Tagessieg für Matthias Walkner bei der "Red Bull Romaniacs": Freud und Leid lagen bei Matthias Walkner eng beisammen auf der ersten Offroad-Etappe der "Red Bull Romaniacs"...

Zwar konnte sich der Dakar-Champion von 2018 bei dieser für ihn ganz und gar ungewohnten Hard-Enduro-Rally über den Tagessieg in seiner Bronze-Klasse freuen. Doch zeigte ihm die Streckenführung auch ganz klar, dass seine Rally-Maschine für extremes Enduro-Gelände zu schwer und bisweilen auch zu groß bemessen ist. Da konnten die schlanken, reinrassigen Enduros ihre Vorteile ausspielen. Walkner suchte und nutzte seine Chance auf den Passagen, auf denen seine KTM 450 Rally Factory ihre Kraft voll ausspielen konnte.
Walkners (inoffizieller) Tagessieg fällt denkbar knapp aus. Nach etwas mehr als 140 Offroad-Kilometern liegen gerade einmal 20 Sekunden zwischen Walkner und dem zweitplatzierten Letten Edgars Silins (Husqvarna).
Für den zweiten Offroad-Tag am Donnerstag wollen Matthias Walkner und sein Team das Setup des Motorrades noch einmal überarbeiten. Die zweite Offroad-Etappe am Donnerstag führt in den Skiort Rânca. Dort schlägt die "Red Bull Romaniacs" das diesjährige Bivouak auf. Erst am Freitag geht es dann wieder im Renntempo zurück nach Sibiu.
Matthias Walkner: "Das war ein ziemlich actionreicher, spannender erster Tag. Ich wollte von den Früh weg attackieren. Das war aber schwieriger als gedacht. Denn die Navigation ist schon anders. Wir navigieren hier mit GPS und zusätzlich sind immer wieder blaue Bänder aufgehängt. Es ist oft sehr eng und winkelig, man fährt aber doch recht schnell. Also man muss da schon immer bei der Sache bleiben. Weil sonst übersieht man die Bandeln gleich mal. Nach 10, 15 Kilometern habe ich das immer besser handhaben können, habe auch einen guten Rhythmus gefunden und bin immer besser ins Fahren gekommen. Bis zur Service-Zone konnte ich alle einholen, die vor mir gestartet waren. Das hat aber schon ziemlich viel Energie und Substanz gekostet.
Nach der Pflichtpause in der Service-Zone wurde die Strecke deutlich langsamer und technischer. Da habe ich mir dann mit dem Rally-Motorrad viel, viel schwerer getan. Zwei Mal bin ich einen steilen Abhang hinunter gefallen und bin dann wirklich fast verzweifelt, weil ich sie fast nicht mehr von dort weggebracht habe. Da weiß man dann, warum Enduros möglichst leicht gebaut werden. Beim Zurückkämpfen sieht man dann kurz ein bissl die Sterne, weil der Puls hochfährt und das Laktat einschießt und man komplett blau geht. Die letzten etwa 20 Kilometer bis ins Ziel ist die Strecke wieder schneller geworden. Da konnte ich die Vorteile meines Motorrades wieder besser ausspielen, wenn es denn in diesem Gelände überhaupt Vorteile gibt. Ich konnte auch noch etwas Zeit gutmachen und habe mich schon sehr auf’s Ziel gefreut.
Doch auf den letzten 150 Metern vor dem Ziel dachte ich, dass es vorbei ist. Den Zielbogen vor Augen ist mir das Motorrad auf einer Schleife über einige Felsen abgestürzt und kopfüber unten in glücklicherweise seichtem Wasser gelegen. Es war fast unmöglich, das Bike da wieder hoch zu bekommen. Ich war extrem verzweifelt und dachte mir, dass der Tag so kurz vor dem Ziel plötzlich für den …. Allerwertesten ist. Irgendwie habe ich es doch geschafft. Ich war extrem happy und im Ziel war ich komplett fertig.
Für morgen wollen wir das Setup noch ein bisschen anpassen. Ich glaube, wir waren von den Reifen her ein bisschen zu hart. Und das Fahrwerk machen wir vielleicht eine Spur weicher. Alles in Allem war es ein guter, intensiver Tag."

PA und Fotos: (c)CPanny_HartEnduro.at
Der Österreicher Ernest Krispel gewinnt bei der GCC - Germany Cross Country Serie! Goldbach ist eine traditionsreiche, ehemalige Motocross WM-Strecke und die Mitglieder des MSC Goldbach haben erwartungsgemäß eine Top-Veranstaltung mit perfekter Organisation geboten...

Mit dabei auch der Österreicher Ernest Krispel: "Bei einer Traumkullise und tausenden Zusehern ging ich am Sonntag in der Profiklasse ins Rennen. Bei rund 33 Grad und hoher Staubentwicklung verlangte die Strecke den Fahrern alles ab. Mit meiner Rosenberger Honda 450 RX Red Moto gelang mir ein guter Start und ich konnte mich nach kurzer Zeit hinter dem GCC Gesamtführenden Chris Gundermann auf Platz 2 einreihen. Nach ca.30 min.Fahrzeit übernahm ich nach Sturz von Gundermann die Führung und verteidigte sie mit konstanten Zeiten bis zur Zielflagge.
Ernest Krispel hatte auch am Samstag die Gästeklasse bei 80 Startern aus der letzten Reihe gewonnen!
Link: https://www.xcc-racing.com/htdocs/gcc

Quellen: E.Krispel
Red Bull Romaniacs: In Madness We Trust, 19. Ausgabe: Die Rückkehr des Red Bull Romaniacs “City Prolog”. Alfredo Gomez setzte sich in einem heißen Finale gegen die Werksfahrer durch. Nach zwei Jahren Zwangspause war es endlich soweit und eines der Markenzeichen der Romaniacs kehrte erfolgreich zurück: der “City Prolog” liefert den offizielle Startschuss zur 19. Ausgabe der Red Bull Romaniacs...

Neben der anspruchsvollen Prolog Strecke stellte das hochsommerliche Wetter die Fahrer vor eine zusätzliche Herausforderung: Die Sonne knallte auf den Boulevard und trieb die Temperaturen deutlich über die 30° Marke. Zum Glück waren jedoch die Fans wieder an der Strecke, um für die nötige Stimmung zu sorgen und die Fahrer ins Ziel zu pushen.
Die Prolog Strecke von Andy Fazekas und seinem Team war schon immer beeindruckend, die Hindernisse sind jedoch bis ins Detail ausgeklügelt, um den besten Fahrern der Welt die Bühne zu bieten, die sie benötigen, um ihre Skills zu demonstrieren. Das Fahrkönnen hat sich in allen Klassen auf einem beeindruckenden Niveau eingependelt. In der Bronze Klasse zog Pol Tarres (AND, YAM) mit seiner Tenere 700 die meiste Aufmerksamkeit auf sich.
Vor Ort und live am Bildschirm durften Hard Enduro Fans weltweit miterleben, wie spielerisch er das Zweizylinder Bike über den Prolog bewegte. Dabei schreckte er weder vor dem Sprung über die Milwaukee Brücke zurück, noch zuckte er an den fiesen Reifen Hindernissen. Bis auf einen Sturz fuhr er ein fehlerfreies Rennen und landete absolut verdient auf Platz drei. Das erste Duell gegen Matthias Walkner (AUT, KTM) ging damit an Tarres. “Auf Asphalt funktioniert das Rallye Bike perfekt, für die Hindernisse ist es dann doch ein bisschen schwer. Das Rennen war super anstrengend, hat mir aber großen Spaß gemacht. Gegen Ende hatte ich so starken Armpump, dass ich fast noch eine Backflip gemacht hätte”, freute sich Matthias Walkner nach seinem ersten Romaniacs Prolog. Und morgen werden die Karten wieder neu gemischt und es gibt Revenge in den Bergen der Karpaten.

Der Prolog in der Silber Klasse wurde zum Kampf der Generationen. Mit Chris Birch, stand ein Romaniacs Routinier nach einigen Jahren Pause wieder am Start. Der Neuseeländer trat mit einer 500er KTM an und war unter den ganzen Zweitaktern gut zu erkennen. Er führte das Rennen nach dem Start kurzzeitig an, musste die Spitzenposition jedoch bald an den jungen ungarischen Trial Meister Barnabás Csizmazia (HUN, HQV) vom Jarvis Racing Team abgeben. Nach gerade einmal vier Monaten auf der Enduro schaffte er die Überraschung des Tages und gewann den ersten Red Bull Romaniacs Prolog seiner noch jungen Enduro Karriere. Zweiter wurde der Franzose Fabien Poirot (FRA, GAS GAS), den man ebenfalls noch zur Generation der jungen Wilden zählen kann, auch wenn er bereits Romaniacs Erfahrung sammeln konnte.
Für den krönenden Abschluss sorgte wie immer das Rennen der Gold Klasse. Die Fahrer der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft brannten vom Start weg ein Feuerwerk ab und schafften in den 10 Minuten Renndistanz unglaubliche 9 Runden. Manuel Lettenbichler (DEU, KTM) konnte sich zunächst an die Spitze setzen, Alfredo Gomez (ESP, GAS GAS) war ihm jedoch dicht auf den Fersen und nutzte die erste Gelegenheit, um selbst in Führung zu gehen. Lettenbichler machte einige Fehler und wurde sogar bis auf den fünften Platz durchgereicht.
Gleichzeitig kämpfte sich Taddy Blazusiak (POL, GAS GAS) an die Spitze, wo er zwischenzeitlich einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte. In der letzten Runde musste er jedoch etwas das Gas rausnehmen und wurde zusätzlich von einem überrundeten Fahrer aufgehalten. Das war die Chance für Alfredo Gomez, der sich nicht lange bitten ließ und nach einem erfolgreichen Überholmanöver als Sieger ins Ziel fuhr. Gomez war überglücklich über den Sieg und hat sich für die kommenden Tage einiges vorgenommen: “Ich freue mich sehr über den Prolog Sieg, besonders vor dieser Zuschauerkulisse. Hoffentlich läuft es die nächsten Tage besser als letztes Jahr und ich habe keine Probleme mehr mit Dehydrierung.”
Taddy Blazusiak kam als Zweiter vor Manuel Lettenbichler ins Ziel, der sich noch gegen Dominik Olszowy (POL, GAS GAS) und Mario Roman (ESP, Sherco) durchsetzen konnte. Und obwohl er es damit zurück aufs Podium schaffte, wird er nicht ganz glücklich sein. Als Drittplatzierter muss Manuel Lettenbichler Offroad Tag 1 eröffnen.
Offroad Tag 1 startet in den Wäldern der Daker und die Fahrer müssen sich auf einen heißen, trockenen und staubigen Tag einstellen. Mit den “Live Maniacs” dürfen wir uns auf eine Premiere freuen. Zum ersten Mal wird die Action der Gold Klasse an allen Renntagen direkt von der Strecke übertragen. Von 06:30 bis 08:00 Uhr deutscher Zeit könnt ihr die besten Fahrer der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft live verfolgen, früh aufstehen lohnt sich!
Link: https://www.redbullromaniacs.com/live/

Ergebnisse Red Bull Romaniacs “City Prolog” 2022
Gold
1. Alfredo Gomez (ESP, GAS GAS)
2. Taddy Blazusiak (POL, GAS GAS)
3. Manuel Lettenbichler (GER, KTM)
Silber
1. Barnabás Csizmazia (HUN)
2. Fabien Poirot (FRA)
3. Chris Birch (NZL)
Bronze
1. Havard Nevland (NOR)
2. Alexis Bérépion (FRA)
3. Pol Tarres (ESP)
Iron
1. Timo Hermelin (EST)
2. Arron Flynn (GBR)
3. Ovidiu Nistor (ROU)
Atom
1. Sam Boyd (GBR)
2. Kirk Lewi (USA)
3. Chris Beecroft (GBR)
Alle Ergebnisse im Detail findet ihr hier: Results www.redbullromaniacs.com
PA: Red Bull Romaniacs
'Das fängt ja gut an.' So oder so ähnlich mag Matthias Walkner gedacht haben, als er die Hindernisse besichtigte, über die am Dienstag die Eröffnungs-Show der “Red Bull Romaniacs” zelebriert wurde. Das erste Mal seit Pandemiebeginn startete die legendäre Hard-Enduro-Rally in Rumänien wieder mit dem beliebten Prolog, der in der Altstadt von Sibiu über eine anspruchsvoller Enduro-Cross-Strecke führt und bei tausenden Menschen direkt an der Strecke für Begeisterungsstürme sorgt.

Beim Rally-Piloten Matthias Walkner löste diese Disziplin alles andere als Begeisterung aus. Vor allem da er diese ungewohnte Herausforderung mit seinem Rally-Motorrad in Angriff nahm. Es ist aber gut gelaufen. Der KTM-Pilot kam über den 16. Quali-Platz in das Finale der besten 35. Hier fuhr Matthias Walkner schließlich auf Rang 12, der seinen Startplatz für die erste Offroad-Etappe definiert.
Matthias Walkner: "Der Prolog war extrem intensiv. Ich habe 175 Durchschnitts-Puls gehabt über die vier Runden, die wir gefahren sind. Ein Rennen mit 35 Teilnehmern auf diesem engen Parcours mitten in der Stadt – das ist schon eine Herausforderung und ein echtes Erlebnis. Die erste Runde ist super gegangen. Doch ab der zweiten Runde sind an jedem Hindernis ständig andere Fahrer gestürzt oder festgesessen. Es war die ganze Zeit jede Menge Action und irgendwie Chaos um mich herum. Mein Motorrad ist um gut 40 Kilo schwerer als eine normale Enduro. Ich habe mir an manchen Stellen wirklich schwer getan. Ich bin auch zwei Mal lange festgesessen, weil sich mein Hinterrad an einem Hindernis verkeilt hatte. Kurz vor dem Ziel habe ich dann noch eine Art Rückwärtssalto fabriziert. Und ich war echt froh, als ich im Ziel war und diesen Prolog abhaken konnte. Platz 12 ist natürlich sehr gut. Das ist eine gute Ausgangsposition für die erste Offroad-Etappe. Ich freue mich schon, dass es nun endlich ab in die rumänische Wildnis geht. Da tut sich mein Motorrad auch leichter als in einem Enduro-Cross-Rennen."
Matthias Walkners erste Offroad-Etappe führt am Mittwoch über etwas mehr als 140 Kilometer. Bei der Dakar absolviert er diese Distanz in kaum mehr als einer Stunde. Bei der “Red Bull Romaniacs” plant er für die gleiche Distanz deutlich mehr Zeit ein.
PA: hartenduro.at, Foto: Red Bull Content Pool
- Dieter Rudolf: Platz 12 bei Prolog der Red Bull Romaniacs!
- Grünes Licht für Golden Bunny Enduro!
- Red Bull Romaniacs: In Madness We Trust - 19. Ausgabe gestartet!
- Matthias Walkner bereit für die extremste Rally der Welt!
- Dieter Rudolf ist bereit für die Red Bull Romaniacs!
- FIM Enduro EM 2022: Willems bleibt in Führung der Meisterschaft!
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- FIM Enduro EM: Remes nutzt Heimvorteil in Finnland!
- Neu bei 24MX: Raven Halcon MX Brillen!
- KTM und GASGAS Testtag am Red Bull Ring - 30.Juli 2022!
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