
Die dritte und vorletzte Runde der FIM European Enduro Championship 2026 führte das X-GRIP Racing Team nach La Torre d’Oristà in Katalonien. Beim Enduro del Lluçanès erwarteten Valentino Hutter hohe Temperaturen, dichter Staub und zwei anspruchsvolle Renntage mit jeweils rund 150 Kilometern.
Den Auftakt bildete am Freitagabend ein publikumsnaher Super Test direkt beim Fahrerlager. Jeweils zwei Fahrer gingen parallel auf den mit Baumstämmen, Traktorreifen und Steinfeldern gespickten Kurs. Vale fand schnell einen guten Rhythmus und startete mit dem vierten Platz in der Junior-1-Klasse stark in das Wochenende.
Am Samstag standen 2,5 Runden auf dem 60 Kilometer langen Kurs auf dem Programm. Pro Runde mussten ein schneller Cross Test, ein Extreme Test, ein langer und technisch anspruchsvoller Enduro Test sowie der bereits bekannte Super Test absolviert werden.
Die trockenen Bedingungen verwandelten den Untergrund zunehmend in tiefen, mehligen Staub. Vale fand dadurch nicht richtig in seinen gewohnten Flow und verlor bei einigen Stürzen zusätzlich Zeit. Trotzdem kämpfte sich der junge Steirer konsequent durch den Tag und sicherte sich den vierten Platz in der Junior-1-Wertung.
Am Sonntag zeigte Vale dann, welches Potenzial in ihm steckt. Von Beginn an fand er deutlich besser in seinen Rhythmus und lieferte über den gesamten Tag konstant schnelle Zeiten ab. In mehreren Sonderprüfungen platzierte er sich sogar unter den zehn schnellsten Fahrern des gesamten Feldes.
Damit arbeitete sich Vale auf Rang drei der Junior-1-Klasse nach vorne und hatte bereits mehr als eine Minute Vorsprung auf seinen direkten Verfolger.
Im zweiten Enduro Test ging der junge Steirer in der letzten Kurve noch einmal voll ans Limit und kam dabei spektakulär zu Sturz. Er ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, setzte das Rennen fort und verteidigte seinen dritten Platz bis zur vorletzten Sonderprüfung.
Vor dem abschließenden Super Test war sein erstes Podium in der FIM European Enduro Championship damit zum Greifen nahe. Der Vorsprung auf Rang vier war komfortabel und Vale musste seine starke Leistung nur noch ins Ziel bringen.
Doch ausgerechnet in der allerletzten Sonderprüfung des Wochenendes schlug das Pech zu. Nach einem hohen Sprung war eine Weiterfahrt für Vale nicht mehr möglich. Damit konnte er den entscheidenden Super Test nicht beenden und der Traum vom ersten EM-Podium platzte unmittelbar vor dem Ziel.
So bitter das Ende auch war, die sportliche Bilanz des Wochenendes fällt eindeutig positiv aus. Vale hatte das Tempo für sein erstes EM-Podium und bewies mit mehreren Top-10-Zeiten im Overall, dass er auch international immer näher an die Spitze heranrückt.
„Natürlich ist das richtig bitter. Aber ich weiß jetzt, dass ich den Speed für ein EM-Podium habe. Genau das nehme ich mit zum ÖM-Finale in Obdach“, blickt Vale bereits wieder nach vorne.
Für Valentino Hutter und das X-GRIP Racing Team geht es nun direkt weiter zum entscheidenden Finale der Österreichischen Enduro-Staatsmeisterschaft.

PA: BADX GmbH, Foto: © enduroacademy





