
AUNER HardEnduroSeries Germany: Rekordkulisse und perfekter Saisonabschluss beim Isegrim Enduro in Schwepnitz – Strauss gewinnt das Finale
Mit dem Isegrim Enduro in Schwepnitz ging am Samstag die Saison 2026 der AUNER HardEnduroSeries Germany zu Ende. Für den siebten und letzten Saisonlauf hätte der Rahmen dabei kaum besser sein können: Bestes Herbstwetter, ideale Streckenbedingungen und eine neue Rekordkulisse sorgten im Alten Tanklager für einen würdigen Abschluss eines ereignisreichen HESG-Jahres.
Schon im Vorfeld hatte sich mit einem starken Nennergebnis abgezeichnet, dass das Interesse am Finale besonders groß sein würde. Am Renntag bestätigte sich dieser Eindruck auch entlang der Strecke. So viele Zuschauer wie noch nie verfolgten das Isegrim Enduro und sorgten vor allem an den bekannten Schlüsselstellen für eine besondere Atmosphäre.
Auch die äußeren Bedingungen spielten dem Veranstalter in die Karten. Die Strecke präsentierte sich in einem nahezu optimalen Zustand und bot den Fahrern genau die Mischung aus Grip und technischem Anspruch, die man sich für ein Hardenduro wünscht.
Besonders gespannt durfte man in diesem Jahr auf die deutlich verlängerte Streckenführung sein. Erstmals seit 2019 wurde wieder ein größerer Waldabschnitt in das Isegrim Enduro integriert. Bereits bei der Planung war darauf geachtet worden, diesen Bereich so zu gestalten, dass er auch für die Hobbyfahrer gut fahrbar bleibt, ohne dabei den typischen Hardenduro-Charakter zu verlieren. Dieses Konzept ging auf: Der neue Abschnitt fügte sich gut in die bestehende Strecke ein und brachte zusätzliche Abwechslung in den Rennverlauf.
Natürlich durften auch die traditionellen Schwepnitzer Schlüsselstellen nicht fehlen. Allen voran der lange Steingarten im Zuschauerbereich verlangte den Fahrern erneut einiges ab und bot den zahlreichen Fans beste Sicht auf die Action.
Eine weitere Premiere verlieh dem Saisonfinale zusätzliche Bedeutung. Erstmals war das Isegrim Enduro als Challenger Event Teil des Hard Enduro World Ranking. Neben den letzten Meisterschaftspunkten der AUNER HardEnduroSeries Germany ging es somit auch um Punkte für das internationale Ranking.
Sportlich war vor dem Finale bereits die wichtigste Entscheidung gefallen. Henry Strauss hatte sich zwei Wochen zuvor in Meltewitz vorzeitig zum Champion 2026 gekrönt und damit nach 2024 seinen zweiten Gesamttitel gewonnen. In Schwepnitz standen jedoch noch zahlreiche Klassenentscheidungen aus, sodass bis zum letzten Rennen der Saison genügend Spannung vorhanden war.

Fakten, Isegrim Enduro Schwepnitz 26.09.2026
Wetter: 21 Grad, bewölkt
ACE Bikes Prolog Award Sieger: Henry Strauss (Husqvarna)
Sieger: Henry Strauss (Husqvarna)
Champion Öl Fastest Lap: Leon Hentschel (Beta), 6:38.846
Strauss auch im Prolog das Maß der Dinge
Bereits beim ACE Bikes Prolog Award zeigte sich erneut, dass Henry Strauss 2026 in dieser Disziplin das Maß der Dinge war. Der bereits feststehende Champion setzte auf der Schwepnitzer Prologstrecke mit 3:14,304 Minuten die Tagesbestzeit und distanzierte die Konkurrenz deutlich.
Hinter Strauss sorgte Arvid Meyer auf der Stark Varg für die zweitschnellste Zeit. Mit 3:22,415 Minuten fehlten ihm 8,111 Sekunden auf die Spitze. Nur knapp dahinter bestätigte Milan Schmüser nach seinem starken Comeback in Meltewitz erneut seine Form. Der Vorjahreschampion belegte mit 3:23,601 Minuten Rang drei, während Leon Hentschel auf Platz vier folgte.
Auch bei den X-GRIP Junioren gab es bereits im Prolog ein wichtiges Signal für die noch offene Titelentscheidung. Tabellenführer Luca Kropitsch fuhr auf einen starken fünften Gesamtrang und war damit schnellster Junior.
Für Strauss bedeutete die Tagesbestzeit gleichzeitig einen weiteren Erfolg zum Abschluss einer starken Saison: Neben dem Sieg beim Schwepnitzer Prolog sicherte sich der 17-Jährige auch die Jahreswertung des ACE Bikes Prolog Award 2026. Damit ging neben dem Championat und dem PRO-Titel auch die Prolog-Wertung an Strauss.

Strauss und Hentschel gewinnen die Gruppenrennen
In den beiden 90-minütigen Gruppenrennen ging es anschließend um die Qualifikation für das große Finale. Im ersten Lauf setzte Henry Strauss seine starke Vorstellung fort. Der frischgebackene Champion absolvierte neun Runden und gewann mit 3:42 Minuten Vorsprung vor Milan Schmüser. Auf Gesamtrang drei folgte Luca Kropitsch, der damit zugleich bester X-GRIP Junior war. Strauss setzte mit 10:13,798 Minuten außerdem die schnellste Runde des Rennens.
Eine besondere Leistung zeigte Loris Solbrig. Der bereits als Meister feststehende Nachwuchsfahrer gewann die 85ccm-Klasse und schaffte mit sieben gefahrenen Runden als 20. der Gesamtwertung sogar den Einzug in das große Finale.
Im zweiten Gruppenrennen übernahm Leon Hentschel das Kommando. Nach neun Runden gewann er mit 1:14 Minuten Vorsprung vor Arvid Meyer, während Eric Seifert auf der zweiten Stark Varg Rang drei belegte. Seifert fuhr mit 9:55,598 Minuten zugleich die schnellste Runde beider Gruppenrennen.
Auch hier fiel eine weitere Meisterschaftsentscheidung. Die Damen gingen traditionell im zweiten Gruppenrennen an den Start. Julia Bittner setzte sich mit sechs Runden gegen Dorothea Maaz durch und machte mit einem weiteren Klassensieg endgültig den Damentitel 2026 perfekt.
HESG Kids sorgen ebenfalls für Action
Auch für die HESG Kids bildete Schwepnitz den Abschluss der Saison. Die 50ccm- und 65ccm-Piloten gingen in zwei kurzen Läufen auf die Strecke und sorgten vor der großen Zuschauerkulisse ebenfalls für spannende Rennen.
In der 50ccm-Klasse war Eddy Martin der dominierende Fahrer des Tages. Er gewann beide Läufe und holte sich mit der Maximalpunktzahl von 50 Punkten den Tagessieg. Dahinter herrschte Punktgleichstand: Emma Donath und Arthur Mehlhose kamen jeweils auf 42 Zähler. Durch ihren zweiten Platz im entscheidenden zweiten Lauf ging Tagesrang zwei an Donath, Mehlhose wurde Dritter.
Besonders spannend verlief die 65ccm-Klasse. Den Tagessieg sicherte sich Kian Leppelmeier, der in beiden Läufen Zweiter wurde und damit 44 Punkte sammelte. Dahinter lagen Szymon Klepacz und Oskar Renner mit jeweils 43 Punkten nur einen Zähler zurück. Klepacz gewann den zweiten Lauf und belegte damit in der Tageswertung Rang zwei vor Renner.
Für Szymon Klepacz reichte dieses Ergebnis gleichzeitig für die wichtigste Entscheidung: Er sicherte sich in Schwepnitz den HESG-Meistertitel 2026 in der 65ccm-Klasse. Damit stand neben dem bereits vorzeitig feststehenden 85ccm-Champion Loris Solbrig ein weiterer Nachwuchsmeister fest.

Strauss krönt seine Meistersaison mit dem Finalsieg
Vor voll besetzten Zuschauerbereichen stand am späten Nachmittag der Höhepunkt des Isegrim Enduro auf dem Programm. 46 Fahrer hatten sich für das Finale über 55 Minuten plus eine Runde qualifiziert. Gefahren wurde auf der bekannten Finalstrecke, auf der vor allem das tückische Steinfeld bergauf noch einmal für spektakuläre Szenen sorgte und den Fahrern zum Ende eines langen Renntages alles abverlangte.
An der Spitze machte Henry Strauss noch einmal deutlich, warum er sich bereits in Meltewitz vorzeitig zum Champion 2026 gekrönt hatte. Der 17-Jährige setzte sich über neun Runden durch und gewann das letzte Finale des Jahres in 1:02:49,513 Stunden. Mit 3:24 Minuten Rückstand folgte Leon Hentschel auf Rang zwei. Milan Schmüser bestätigte nach seinem Comeback in Meltewitz erneut seine starke Form und komplettierte als Dritter das Podium. Dahinter folgten mit Eric Seifert und Arvid Meyer gleich zwei Fahrer auf der Stark Varg. Die schnellste Finalrunde ging an Hentschel, der in Runde fünf 6:38,846 Minuten fuhr.
Für Strauss hatte dieser Erfolg noch eine ganz besondere Bedeutung. Trotz seiner bisherigen Erfolge in der AUNER HardEnduroSeries Germany hatte er das Isegrim Enduro bislang noch nie gewonnen. 2026 gelang ihm nun erstmals der Triumph – und damit durfte er auch zum ersten Mal die begehrte Schwepnitzer Wolfstrophäe entgegennehmen.
Der außergewöhnliche Pokal wurde direkt vor Ort mit der Kettensäge gefertigt. Auch in diesem Jahr entstand der Wolf durch die Hände von Manuel Wondrak, Deutscher Meister im Kettensägenschnitzen. Damit nahm Strauss zum Abschluss seiner Meistersaison nicht nur den Tagessieg, sondern zugleich eines der außergewöhnlichsten Erinnerungsstücke der HESG-Saison mit nach Hause.
Kropitsch, Blazovich und Woesner machen ihre Titel perfekt
Spannend blieb es bis zum Schluss bei den X-GRIP Junioren. Hier lieferte Luca Kropitsch genau das Ergebnis, das er im Titelkampf benötigte. Der Österreicher brachte acht Runden ins Ziel und belegte damit sogar den starken sechsten Gesamtrang. Gleichzeitig gewann er die Juniorenwertung vor Linus Albert und Felix Strauss und sicherte sich mit diesem Erfolg den X-GRIP Juniorentitel 2026. Peter Fakler gewann die HESG-E.
Emil Kessler, der in Meltewitz noch sein erfolgreiches Comeback gefeiert hatte, wurde im Finale Vierter der Junioren und 13. der Gesamtwertung. Dahinter folgten in der Juniorenwertung Karl Rink und Fynn Böhme.
Auch bei den Amateuren fiel die Meisterschaftsentscheidung erst beim Finale. Jakob Blazovich ließ nichts mehr anbrennen. Mit sechs Runden erreichte er als bester Amateur den 17. Gesamtrang und gewann damit nicht nur die Tageswertung seiner Klasse, sondern sicherte sich zugleich den Amateurtitel 2026.
Eine ganz besondere Ausgangslage gab es bei den Senioren. Nachdem sich der bisherige Tabellenführer Kai Uebe in Meltewitz verletzt hatte und beim Finale nicht antreten konnte, bekam Manuel Woesner noch einmal seine Chance auf den Titel. Woesner nutzte sie: Mit fünf Runden gewann er die Seniorenwertung und machte damit beim letzten Rennen des Jahres den Seniorentitel 2026 perfekt.
Bemerkenswert war zudem noch einmal der Auftritt von Loris Solbrig. Nachdem er bereits sein Gruppenrennen in der 85ccm-Klasse gewonnen und sich für das Finale qualifiziert hatte, stellte er sich mit seiner KTM SX 85 auch der großen Finalstrecke. Solbrig brachte drei Runden ins Ziel und beendete das Finale auf Gesamtrang 37.
Damit waren nach dem letzten Zieleinlauf des Jahres auch die noch offenen Meisterschaftsfragen beantwortet. Henry Strauss beendet die Saison als Championat- und PRO-Meister, Luca Kropitsch ist X-GRIP Junioren-Meister, Jakob Blazovich Amateur-Meister und Manuel Woesner Senioren-Meister. Julia Bittner hatte ihren Damentitel bereits im zweiten Gruppenrennen endgültig abgesichert, während bei den HESG Kids Szymon Klepacz in der 65ccm- und Loris Solbrig in der 85ccm-Klasse die Meisterschaft gewannen.
Team X-GRIP gewinnt den WEBER #werkeholics Team Award
Auch im WEBER #werkeholics Team Award fiel in Schwepnitz die endgültige Entscheidung über die Jahreswertung. Nach einer Saison, in der die Teams bei allen Läufen gemeinsam Punkte sammelten, setzte sich am Ende das Team X-GRIP durch und sicherte sich den Teamtitel 2026.
Damit durfte X-GRIP beim Saisonabschluss einen weiteren Erfolg feiern. Neben starken Einzelergebnissen über die gesamte Saison hinweg zahlte sich vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung aus, die schließlich den Ausschlag in der Jahreswertung des WEBER #werkeholics Team Award gab.
Meisterehrung setzt den Schlusspunkt unter die Saison 2026
Nach dem sportlichen Ende war der Finaltag in Schwepnitz noch lange nicht vorbei. Am Abend standen bei der großen Meisterehrung der AUNER HardEnduroSeries Germany die erfolgreichen Fahrer der Saison noch einmal gemeinsam im Mittelpunkt.
Damit endete vor der Rekordkulisse in Schwepnitz eine abwechslungsreiche Saison, die die Fahrer mit unterschiedlichsten Strecken und Rennformaten gefordert hatte. Vom Saisonauftakt in Neuhaus-Schierschnitz über Reetz und die Premiere in Kronach, das Jubiläums-Doppelwochenende in Reisersberg und das besondere Rennformat in Meltewitz bis hin zum großen Finale in Schwepnitz bot die Saison 2026 zahlreiche Höhepunkte.
Den sportlichen Schlusspunkt setzte ausgerechnet der bereits feststehende Champion selbst: Henry Strauss gewann Prolog, Gruppenrennen und Finale und holte sich erstmals den begehrten Schwepnitzer Wolf. Damit verabschiedete sich die AUNER HardEnduroSeries Germany mit einem würdigen Finale aus der Saison 2026 – und richtet den Blick nun bereits auf die 10. Saison im Jahr 2027.
Aktuelle Informationen zur AUNER HardEnduroSeries Germany sind jederzeit auf www.hardenduro-germany.de sowie in den sozialen Medien verfügbar.

PA: DG Design, Fotos: Michel238pic/Michel Kuchel





