Seit drei Jahren wartet die Fangemeinde auf die Erscheinung des Nachfolgemodells des legendären Wüstenschiffs Yamaha Ténéré, schlank sollte sie werden, sportlich und ohne viel Schnickschnack sollte sie sein und der Preis sollte auch passen. Spätestens mit der Inszenierung der Ténéré 700 World Raid im vergangenen Jahr, wo man die verschiedensten Yamaha-Ikonen wie Stephan Peterhansel auf das neue Motorrad gesetzt hatte und auf den schönsten Plätzen der Welt eindrucksvoll in Szene setzte, waren die Erwartungen riesig.
Mit der Einladung zu der Ténéré World-Demo-Tour am RedBull-Ring in Spielberg haben auch wir bei Enduro-Austria über den Tellerrand geschaut und mit großer Freude an den Testfahrten der sportlichen Großenduro teilgenommen.
Beim ersten Kennenlernen wurde uns folgende Updates nähergebracht: Der Zweizylindermotor wurde von der MT07 übernommen, dieser hat 689ccm Hubraum und über 70PS. Der Stahlrahmen ist komplett neu, die Silhouette ist aggressiv und schlank, das Fahrwerk ist voll einstellbar und mit 20cm Federweg ausgestattet. Die Felgengrößen sind Sportenduro-like mit 21 Zoll vorne und 18 Zoll hinten und mit offroadtauglicher Bereifung bestückt, der Tank fast 16 Liter Sprit und soll für bis zu 400km Reichweite sorgen und zur Unterstreichung der Sporttauglichkeit gibt es keinerlei elektronischen Firlefanz außer ein abschaltbares ABS-System.
Die Farbgebung reicht von unauffälligen schwarz (tech black), über schwarz-blau (ceramic ice) bis hin zum agressiven weiss-rot (competition white). Wirklich unglaublich ist aber der Preis, denn als Einführungsangebot gibt’s die Ténéré um 10.490 Euro inklusive einem 500 Euro Zubehörgutschein, ausgeliefert wird ab September 2019.
Doch nun zum Fahrbericht, meine letzte Onroaderfahrung liegt schon einige Zeit zurück, deswegen habe ich mich zuerst ein wenig zurückgehalten, doch schon das erste Aufsitzen war sehr angenehm. Die Sitzposition war komfortabel, eines der zur Verfügung stehenden Modelle hatte die etwas höhere Sportsitzbank verbaut, die hat mir noch etwas besser gefallen, zumal ich bei einer Größe von 185cm kein Problem mit der Sitzhöhe habe und den Boden immer leicht erreiche.
Starten und losfahren, zuerst einige Runden am Handlingkurs auf Asphalt, danach kreuz und quer über die Begleitstraßen und Wege des RedBull-Ringes um zum Schluss einen Abstecher auf die Schotterwege des Offroadtracks. Schon die Runden am Handlingparcour waren extrem lustig zu fahren, sportlich und zielgenau lässt sich das Motorrad dirigieren, aufs Hinterrad geht sie bis in den dritten Gang ohne Probleme, die Bremsen verrichten unauffällig ihren Dienst. Das ABS kann man nur bei stehendem Motorrad deaktivieren und bei jedem Neustart ist es wieder aktiviert, da merkt man die Genauigkeit bzw. den Sicherheitsgedanken der japanischen Ingenieure, auch wenn das in der Praxis etwas nervend sein kann.
Auf Schotter fühlt sich das Ganze auch ziemlich neutral an, mit Gewichtsverlagerung über den Lenker und Druck auf den Fußrasten lässt sich die große Fuhre auch richtig geil im Drift fahren. Schade, dass wir nicht etwas mehr Offroad unterwegs waren. Ich habe noch versucht die Instruktoren anzustacheln und den Endurotrack in Angriff zu nehmen, doch waren für etwaige Zwischenfälle keine Ersatzteile vor Ort und rund 400 weitere Probefahrten für dieses Wochenende angesagt ;-)
Die neue Yamaha Ténéré 700 wird auf jeden Fall ihre Käufer finden, um wenig Geld bekommt man viel Motorrad, welches sich sowohl auf Straße, wie auch auf Schotter wohl fühlt, ohne großes Elektronikpaket daherkommt und geil ausschaut.
Link: Alle Infos zur Yamaha Tenere 700 und eine 360 Grad Ansicht des Modells

Infos von Yamaha auf einen Blick:
Viertakt-CP2-Motor mit 689 ccm Hubraum mit hoher Drehkraft
Neuer leichter tubulärer Doppelschleifen-Stahlrahmen
Schlanker, kompakter und ergonomischer Körper und Sitz
Aggressive Rallye-erprobte Vorderfront mit 4-LED-Scheinwerfern
Verstellbare Upside-Down-Gabel mit 43 mm für Langstrecken
Manuell einstellbare Hinterradfederung - per Handrad
Cockpit im Rallye-Stil mit konifiziertem Lenker
21-Inch/18-Inch Speichenräder mit Abenteuerreifen
Schlanker 16-Liter-Treibstofftank für große Reichweite
Kompakte Multifunktions-Instrumente im Rallye-Stil
Abschaltbares ABS
Windschild und Handprotektoren bieten guten Fahrerschutz

Text: Paul Bernsteiner EART. Fotos: Herwig Peuker für Yamaha Austria

Das Motto der Rallyalbania von 8. bis 15. 2019 : Incredible Albania – nasty Roadbook! Prolog Tirana – Tirana, 27 Km: Begonnen hat die Rally mit einem außergewöhnlich kurzen Prolog am Samstag 8. Juni in den Hügeln rund um Tirana. Start um 20 Uhr 30 und das trotz Sonnenuntergang in Tirana um 20 Uhr 15!...
Habe mir vorgenommen den mit 4 Km sehr kurzen Prolog ohne Risiko zu fahren - aber bereits nach einem Kilometer heftiger Einschlag: Roadbookhalter zerstört, nur mehr händisches weiterdrehen möglich, Gabel verdreht und Lenkerschrauben gebogen. Bin ins Ziel geeiert wie der berühmte Postler mit einer verzogen Puch MV 50. Gratuliere, gleich mal Euro 500,- versenkt und 2 Stunden in die Reparatur investiert. ENDURO GREECE hat mit Lenkerschrauben ausgeholfen.
15. Platz war noch das kleinere Übel, da die Zeiten nur für die Startaufstellung zählten.
Day 1 Tirana – Valbona, 380 Km
Mehrmals Beinahezusammenstoß mit Autos und LKWs in den Verbindungsetappen und den Sonderprüfungen. Und viel Getier unterwegs: Schafe, Ziegen, Kühe aber auch Bauern die die Milchkannen aufs Pferd binden und so ins Tal reiten. Die Bevölkerung ist nicht informiert, dass Rally gefahren wird. Dieses Risiko begleitet uns während der gesamten Rally. Bin richtig aggressiv gefahren und konnte alle 14 vor mir gestarteten Fahrer überholen.
Day 2 Valbona - Valbona, 112 Km
Kurze Verbindung – Sonderprüfung über die Berge mit tricky Navigation „find your way“, bis auf 2200 Meter die Berge hinauf und spektakuläre Flussdurchfahrt. Und eh klar: Ein Schlammköpfler, da es die Tage zuvor massiv geschüttet hat und ich das dritte von aufeinanderfolgenden Schlammlöchern nicht mehr springen konnte und zum durch tauchen war ich zu schnell. Im Gesamtklassement nun Erster vor Christian Pastori dem 4- fachen Gewinner der Albanienrally.

Day 3 Valbona – Voskopja, 445 Km
Erster Teil der Marathonetappe. Hier wird Motorrad am Abend in Parc Fermé abgestellt und dieser muss innerhalb von 20Minuten nach Ankunft verlassen werden. Reparaturen sind nur mit jenen Teilen und Werkzeugen erlaubt, die der Fahrer bei sich hat.
Day 4 Voskopja – Himara, 207 Km
Zweiter Teil der Marathonetappe. Start um 6uhr, Verkofferer nach einem Kilometer, Roadbook falsch interpretiert. Erste Sonderprüfung mit 6min Vorsprung gewonnen. Die zweite Sonderprüfung war wieder sehr speziell. Bei Kilometer 183 haben die Bilder 147 bis 150 gefehlt. Habe den halben Berg nach dem richtigen Einstieg abgesucht und nicht gefunden – gefährliche Situation, da die nachkommenden Fahrer dasselbe im Rennspeed gemacht haben. Bin somit an diesem Tag 80 Bonuskilometer gefahren!
Die Zeitnehmung erfolgte mittels Tracker nach dem letzten richtigen Bild – somit fair für alle. Eigenartigerweise hatten die SSV und Autos ein richtiges Roadbook. Jetzt in der Gesamtwertung 8 Minuten vor dem Italiener Pastori. Werde ab jetzt auch taktisch Fahren, denn Pastori muß angreifen.

Day 5 Himara – Himara, 62 Km
Nur eine kurze Sonderprüfung mit 35 Km, ist fast schon ein Restday. Verbindung auch wieder interessant, ein 3Km-Fehler in Roadbook. Auch in der Sonderprüfung hatte ich wieder meine liebe Not als Opener. Heute somit "nur" Zweiter. Aber entscheidend ist der nächste Tag.
Day 6 Himara – Tirana, 448 Km
Heute der absolute Wahnsinn, in den ersten beiden Sonderprüfungen hat Roadbook gepasst. In der dritten SP wieder massivste Fehler nach dem Start. Auf 8 !!! Kilometer hat kein einziges Bild gepasst. Bin zurück zum Start. Es ist äußerst gefährlich gegen die nächsten Starter zu fahren. Ich bin davon ausgegangen, dass die Startmannschaft uns vom falschen Punkt ins Rennen gestartet hat, da ein Roadbook nicht so falsch sein kann. Aber ich wurde eines Besseren belehrt – es war so falsch. Nach zwei Stunden bei 35 Grad in der prallen Sonne wurden wir zu einem neuen Startpunkt geschickt. Edvin Kasimati hat erkannt, dass das Roadbook tatsächlich „bullshit“ ist. Das war der absolute Tiefpunkt dieser Rally. Anscheinend kontrolliert der Veranstalter die Tracks nur sehr rudimentär.

Epilog 106 Km
War kurz und knackig, schwieriger Untergrund. Ich habe versucht kein Risiko einzugehen – der Italiener Pastori hat alles versucht. Am Ende habe ich die Rally nach 950 km Sonderprüfung und 1.787 Gesamtkilometern mit 12 Sekunden Vorsprung gewonnen.
Jetzt habe ich erst mal genug von der Rally Albania. Ich lebe einfach zu gerne, als dass ich aufgrund eines schlechten Roadbooks in den albanischen Bergen verende. Sollte der Veranstalter bestätigen, dass er so wie alle anderen Rallyveranstalter eine „Prerider“ einsetzt der das Roadbook kontrolliert, bin ich wieder dabei, denn dieses Rennen ist eines der spektakulärsten, anstrengendsten und abenteuerlichsten in Europa. Die albanische Natur ist jedenfalls auch eine Urlaubsreise wert.

Große Freude, daß ich auch dieses Jahr gegen eine Meute von topmotivierten Fahrern den ersten Platz vom letzten Jahr verteidigen konnte.
Zum Material: wie letztes Jahr mit KTM 450 EXC Baujahr 2014. Dieses Motorrad ist aber Dank Bernhard HASLACHER, KTM ECKL und AUNER immer im Topzustand. In den endurolastigen Sonderprüfungen habe ich X-GRIP Reifen verwendet.
Wie immer war ich mit Rallye4You / Hannes Lukas unterwegs. Hannes hätte mich am ersten Abend nach meinem Abgang im Prolog fast in den Anhänger gesperrt. Er hat das Motorrad die ganze Woche am Laufen gehalten und somit wieder einen technischen Ausfall verhindert.
Jetzt mal Sommerpause bis zur Serres Rally im August. Aber weiterhin Trial fahren und Kondition trainieren und ab und an auf eine Endurostrecke. Zum relaxen werde ich sicher mal meine Youngtimer Yamaha RD 350, Honda XL 600 LM und Kawasaki KH 125 bewegen.
Das Leben ist ein Abenteuer!

Bericht und Fotos: F. Kreidl

Husqvarna Motorcycles präsentiert die brandneue "EE5", ein wettkampftaugliches Minibike mit E-Antrieb und modernster Technologie..
Husqvarna Motorcycles präsentiert mit Stolz die neue EE5 – ein Elektro Minibike als logischer nächster Schritt der innovativen Marke. Die EE5 ist ein voll einstellbares, wettkampftaugliches Fünf-Kilowatt Motorrad, vergleichbar mit benzinbetriebenen 50 ccm Maschinen. Ausgestattet mit einer Schnell-Ladefunktion, den aktuellsten technischen Komponenten und einer spezifisch designten Rahmengeometrie garantiert die EE5 ein rein-elektrisches Fahrvergnügen für alle jungen Fahrer.

Das erste, rein elektrisch angetriebene Modell von Husqvarna Motorcycles, die EE5 ermöglicht den Youngsters eine umweltfreundliche Möglichkeit zu lernen, sich zu messen und Spaß zu haben. Ganz einfach lässt sich die Sitzhöhe verstellen, die Maschine wächst mit dem Fahrer mit. Anfänger können mit bis zu 2 Stunden Akkulaufzeit, Racer im Rennmodus mit 25 Minuten rechnen. In 70 Minuten ist der Lithium-Ionen Akku wieder vollständig geladen.
Infolink: https://www.husqvarna-motorcycles.com/at/motocross/ee-5/

Ausgestattet mit einem state-of-the-art Fahrwerk, ist in der EE5 eine 35mm WP XACT Luftgabel und ein voll einstellbares Federbein mit ausgezeichneten Dämpfeigenschaften verbaut. Ein Chrom-Molybden Rahmen, hydraulische Bremsen, Leichtbau-Felgen, ein NEKEN Lenker und ein auffälliges Design runden das innovative Elektro Minibike ab.
EE 5 TECHNISCHE HIGHLIGHTS:
Zukunftsweisender Elektromotor mit 5 KW Spitzenleistung
6 leicht einstellbare Fahrmodi
907 Wh Lithium-Ionen Akku
Schnell-Ladefunktion
Rennerprobte Technologie
Modernes, schwedisch inspiriertes Design
Ergonomische Geometrie und einstellbare Sitzhöhe
WP Federung – XACT Luftgabel und Federbein – für top Performance und Sicherheit
Gleichzeitig zur EE5 präsentiert Husqvarna Motorcycles auch die KIDS RAILED GEAR – eine Funktions-Offroad-Bekleidung und Protektoren für komfortables und sicheres Fahren. Entwickelt für die Champions von Morgen wurden top Materialien mit stylischem Design kombiniert.
Die neue Husqvarna EE5 wird ab Juli 2019 beim autorisierten Fachhändler verfügbar sein. Verkaufspreis in Österreich: 4.999,- € inkl. MWST.

Quellen: Husqvarna Motorcycles GmbH
Bachner-Lunz veranstaltet am Samstag den 20.07.2019 einen großangelegten Husqvarna Enduro Testtag!
Team Bachner: "Es wird uns eine nette Runde am schönst- bzw. höchstgelegensten Bauernhof von NÖ, 3295 Lackenhof, Steinwand 6, ermöglicht. Im Zuge des Ötscher Race habt ihr die Möglichkeit die neuen 2020 er Modelle zu testen. Da wir auch ein WP Stützpunkt und Fachhändler sind, werdet ihr in den Genuss kommen das neue WP Factory Fahrwerk zu fahren! Der Test läuft von 10:00 bis 15:00.
Wichtig: bitte per Mail anmelden, unter Kennwort: Husky Test 2020 . Schreibt bitte zu euer Tel. Nummer auch kurz dazu, welche Modelle ihr bevorzugt zum Testen."
Andreas Bachner und Team freuen sich auf euer Kommen!
E:
Sportmotorradhandels GmbH
Weinbergl 1
3293 Lunz am See, Austria
Text/Foto: Bachner Lunz

Zwei 2. Plätze in Italien: Ein äußerst erfolgreiches Rennwochenende ging im FIM Enduro Weltcup in Italien über die Bühne! Werner Müller holte zwei mal den zweiten Platz hinter David Knight und damit 34 Punkte für den Gesamtweltcup. Damit steigt das Enduro Urgestein im Gesamtweltcup auf Platz 2 auf.
Das Rennen am Samstag war ein sehr schwieriges Regenrennen. Von 23 Startern in der Open Senior Klasse erreichten nur 8 das Ziel. Ähnlich, aber bei besserem Wetter verlief es am Sonntag. Auch hier kamen von 23 Startern nur 6 ins Ziel. Trotzdem ist dieser zweiter Platz wieder ein wichtiger Schritt in Richtung Gesamtweltcup-Platzierung.
„Ich möchte mich vor allem für die großartige Betreuung bei Wolfi und meiner Tochter Anja bedanken, die mich nach Rovetta begleitet haben. Dieses Rennen war unglaublich, ich bin so erschöpft und habe wahnsinnige Krämpfe und wollte einfach nur noch das Ziel erreichen. Auf die Sonderprüfungszeiten hab ich gar nicht mehr geachtet“, so Werner nach diesem sehr anspruchsvollem Renntag. Trotz allem ein großartiges Rennwochenende mit tausenden Zuschauern und fabelhaften Ergebnissen.
Link: www.werner-mueller.at
Results: http://www.endurogp.org/en/result-pilotes-standing/577/2019
Presse: Mag. Nicole Fischer, Foto: © WMRT
Pech für Lars Enöckl. Der Niederösterreicher verletzte sich bei einem banalen Sturz im Rahmen des 4. Laufs der World Enduro Super Series am Knie und fällt mehrere Wochen aus.
Lars: "Ich hatte einen tollen Quali-Lauf beim Hixpania Hard Enduro bis zum wirklich letzten Hindernis. Ein einfacher Baumstamm - Ich versuchte herunterzuspringen, das Heck rutschte weg - Eigentlich ein normaler kleiner Crash. Aber ich fühlte einige Schmerzen im Knie und es ist dann auch stark geschwollen. Ich dachte, dass es für den heutigen Tag kein Problem sein sollte. Ich habe dann den zweiten Renntag gestartet, aber nach nur ein paar Minuten im Rennen musste ich anhalten! Zu viel Schmerz, um normal fahren zu können. Es tut mir wirklich leid für mein X-Grip Team. Sie haben eine großartige Arbeit geleistet und wir sind speziell mit dem neuen Reifen auf einem großartigen Weg.
Ich werde wohl die nächsten 5-6 Wochen nicht am Motorrad verbringen können. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt."
Quellen: Lars Enöckl
Aguilar de Campoo am 23. Juni 2019: Graham Jarvis hat beim spanischen Hixpania Hard Enduro, dem vierten Lauf der World Enduro Super Series den Gesamtsieg errungen. Jarvis siegt zum zweiten Mal in Folge in der heurigen Meisterschaft. Damit ist er nach der Hälfte der Rennen Spitzenreiter im Kampf um die Krone des ULTIMATIVEN ENDURO-CHAMPION.
In einem heiß umkämpften Rennen schaffte es Mario Roman im Mitas Lost Roads Hard Enduro-Rennen am Sonntag Graham Jarvis knapp zu bezwingen. Das sicherte ihm den 3. Gesamtrang. Der bis dahin Führende des 3-tägigen Events Alfredo Gomez belegte im Rennen am Sonntag den fünften Platz und rutschte in der Gesamtwertung des Events auf den zweiten Platz ab. Damit sicherte sich Jarvis, der an allen Tagen eine solide Leitung zeigte den Gesamtsieg des Events.
Am dritten und letzten Renntag bestritten die 70 Fahrer, die sich vom Campoo de X-Treme-Rennen am Samstag qualifiziert hatten, das harte und anspruchsvolle Lost Roads Hard Enduro. Während des 2 ½ stündigen Events, dass um einen herausfordernden Steinbruch und den umliegenden Wald angelegt war brachte dieser Steinbruch mit seinen unzähligen extrem schwierigen auf- und Abfahrten alle Teilnehmer an ihre Grenzen.

Beim Start im Le Mans-Stil rannten die Fahrer zu ihren Motorrädern, die sich in einer Höhle befanden. Roman fuhr als erster mit Taddy Blazusiak auf den Fersen aus der Höhle heraus. Das Duo wechselte die Führung in den ersten beiden Runden, als sich alle an den Rhythmus des Rennens gewöhnten.
Jarvis wusste, dass nur ein Top-2-Ergebnis ausreichen würde, wenn Rivale Gomez den fünften oder einen besseren Platz belegen würde, und arbeitete sich entschlossen nach vorne vor. Eine Stunde vor Schluss hatten sich sowohl Jarvis als auch Roman von Manuel Lettenbichler als Dritter getrennt. Sie kämpften hart und fuhren Rad an Rad in die letzte Runde.
Roman konnte sich beim Betreten der Zielarena leicht absetzen, doch ein Fehler in der Abfahrt ermöglichte es Jarvis, vorübergehend die Führung zurückzugewinnen. Roman war jedoch bestrebt, sein Heimpublikum zu beeindrucken und kämpfte sich heran und überholte Jarvis vor dem Ziel.
Obwohl er die Schlacht verlor, gewann Jarvis den Krieg. Mit dem zweiten Platz sicherte er sich den Gesamtsieg bei Hixpania Hard Enduro und rückte damit an die Spitze der Meisterschaftswertung.

Nachdem Gomez in den letzten beiden Tagen gewonnen hatte, konnte er nicht auf den Angriff von Jarvis reagieren. Er konnte im Finale nur den fünften Platz einfahren. Das brachte ihm den 2. Gesamtrang.
Billy Bolt fuhr am Sonntag mit einer starken Leistung auf den vierten Platz und beendete den Event als Vierter. Lettenbichler belegte auf den Lost Roads am Sonntag den dritten Platz und vervollständigte die Top 5 der Gesamtwertung.
Die World Enduro Super Series geht mit dem fünften Lauf bei den Red Bull Romaniacs vom 30. Juli bis 3. August in Rumänien weiter.

Graham Jarvis (Husqvarna - GB): "Was für eine Veranstaltung und es war verrückt zu glauben, dass ich jetzt die WESS anführe. Ich werde jetzt aber nicht abheben und jedes Rennen so fahren, wie es kommt. Romaniacs wird der Game Changer sein - hoffentlich kann ich es dieses Jahr zumindest beenden. Es war ein hartes Rennen, heute war ich immer noch müde von gestern - es war schnell, aber es gab immer noch ein paar technische Details. Ich denke, jeder hat es wirklich gespürt und ich weiß, dass ich heute am Limit war. “
Alfredo Gomez (Husqvarna - ESP): „Ich habe versucht, so stark wie möglich zu pushen, aber in der letzten Rennhälfte ging mir die Kraft aus - überhaupt keine Kraft. Alles, was ich tun konnte, war weiterzumachen, nicht zu stürzen und auf dem Motorrad zu bleiben. Es hat großen Spaß gemacht, mit all den Fans da draußen. Es tut mir leid, dass ich den Sieg für sie nicht nach Hause bringen konnte, aber insgesamt bin ich zufrieden mit dem Verlauf des Rennens und habe alles gegeben. Glückwunsch an Graham, er hat es wieder getan.
Mario Roman (Sherco - ESP): „Es fühlt sich großartig an, im letzten Rennen den Sieg zu holen. Ich hatte gestern auf dem Cross-Country eine schwere Zeit, bin sechs Mal gestürzt und habe meinen Lenker verbogen. Trotzdem habe ich hart gearbeitet und bin Vierter geworden. Heute habe ich nicht zu viel über Punkte nachgedacht, ich wollte nur den Sieg holen. Graham war wirklich stark und alle anderen waren gleich zu Beginn vorne. In der Mitte dachte ich, dass es nicht möglich ist, noch anderthalb Stunden weiterzumachen, aber ich machte weiter und habe es geschafft. Ich weiß nicht, wie viele Fans gekommen sind, um das Rennen zu verfolgen und die Fahrer anzufeuern, aber als sie alle meinen Namen riefen, war es möglich, weiterzumachen und das Rennen zu beenden. Vielen Dank an sie. "

Ergebnisse - Runde 4: Hixpania Hard Enduro
Bester Österreicher war Lars Enöckl mit Gesamtrang 14, knapp dahinter Michael Walkner als 18. Philipp Schneider wurde 80er.
Tag 3 - Mitas Lost Roads
1. Mario Roman (Sherco - ESP) 11 laps, 2:48:45.335
2. Graham Jarvis (Husqvarna - GB) 2:50:12.484
3. Manuel Lettenbichler (KTM - GER) 2:51:50.081
4. Billy Bolt (Husqvarna - GB) 2:54:49.879
5. Alfredo Gomez (Husqvarna - ESP) 2:57:57.720
6. Taddy Blazusiak (KTM - POL) 3:05:37.421
7. Jonny Walker (KTM - GB) 3:11:17.212
8. Pol Tarres (Husqvarna - ESP) 8 laps, 2:57:38.224
9. Xavi Leon (Husqvarna - ESP) 2:59:02.441
10. Travis Teasdale (KTM - RSA) 7 laps, 2:43:34.96
Hixpania Hard Enduro Overall
1. Graham Jarvis (Husqvarna - ESP) 44pts
2. Alfredo Gomez (Husqvarna - ESP) 44 pts
3. Mario Roman (Sherco - ESP) 43pts
4. Billy Bolt (Husqvarna - GB) 40pts
5. Manuel Lettenbichler (KTM - GER) 36pts
6. Jonny Walker (KTM - GB) 30pts
7. Taddy Blazusiak (KTM - POL) 29pts
8. Pol Tarres (Husqvarna - ESP) 25pts
9. Josep Garcia (KTM - ESP) 21pts
10. Xavier Leon (Husqvarna - ESP) 19pts
WESS Championship Standings (After Round 4 of 8)
1. Graham Jarvis (Husqvarna - GB) 2690pts
2. Manuel Lettenbichler (KTM - GER) 2570pts
3. Mario Roman (Sherco - ESP) 2540
4. Alfredo Gomez (Husqvarna - ESP) 2314
5. Billy Bolt (Husqvarna - GB) 2155
6. Josep Garcia (KTM - ESP) 2125pts
7. Jonny Walker (KTM - GB) 2090pts
8. Taddy Blazusiak (KTM - POL) 1900pts
9. Nathan Watson (KTM - GB) 1631pts
10. Travis Teasdale (KTM - RSA) 1610pts
Catch up with all the action from Hixpania Hard Enduro on Red Bull TV
Website: www.iRideWESS.com
WORLD ENDURO SUPER SERIES – 2019 SCHEDULE
Round 1: Toyota Porto Extreme XL Lagares (Portugal) May 10-12
Round 2: Trèfle Lozérien AMV (France) May 17-19
Round 3: Erzbergrodeo Red Bull Hare Scramble (Austria) May 30-June 2
Round 4: Hixpania Hard Enduro (Spain) June 21-23
Round 5: Red Bull Romaniacs (Romania) July 30-August 3
Round 6: Hawkstone Park Cross Country (United Kingdom) September 21-22
Round 7: BR2 Enduro Solsona (Spain) October 5-6
Round 8: GetzenRodeo (Germany) November 2

PA: WESS Promotion GmbHAnna, Photo credit: Future7Media
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