Nach den unglücklichen Umständen, welche die erste Runde der neu gegründeten WM in Lagares schwer getroffen haben und der darauf folgenden Absage des Erzbergrodeos kündigt die Serie einen Neustart an...

Trotz der fehlenden 2 Rennen sind noch genug herausfordernde Events für eine Weltmeisterschaft übrig. Weiter geht es nun mit dem Abestone Hard Enduro in Italien, welches die Teilnehmer in eine der schönsten Regionen der Welt bringt. Danach folgen die Red Bull Romaniacs in Rumänien, das Red Bull TKO in den USA, die Hero Challenge in Polen (ehemals Megawatt), das Hixpania in Spanien und zum krönenden Abschluss das Getzenrodeo in Deutschland.
Winfried Kerschhaggl – FIM Hard Enduro World Championship Series Manager: “Um das Überwinden von Schwierigkeiten geht es im Endurosport. Jeder hat sich auf den Auftakt in Lagares gefreut. Wäre es ein normales Jahr gewesen, so wäre es ein außergewöhnlich guter Start in die Saison geworden. So wurde es eine Enttäuschung. Eine frustrierende Situation für alle Beteiligten. Jetzt versuchen wir den Focus auf die positiven Dinge zu legen. Die Absage des Erzbergrodeos ist zweifelsohne ein großer Verlust, aber das kann nicht geändert werden und wir müssen uns weiterhin nach vorne orientieren. Die FIM Hardenduro WM hat weitere 6 Rennveranstaltungen. Wir müssen jetzt bis Juli warten, bevor es wieder losgeht in einem vielversprechenden Mix aus etablierten und neuen Rennen. Wir danken den Fahrern für das Verständnis und werden die Veranstalter mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen.“
John Collins – FIM Enduro Commission Director: “Vor der brandneuen WM gab es eine sehr positive Stimmung. Nach den pandemiebedingten Veränderungen war die Enttäuschung bei allen beteiligten riesengroß. Das XL Lagares konnte nicht nach Plan durchgeführt werden und das wiederum verhinderte eine Vergabe von WM Punkten. Wir alle werden nun umso härter daran arbeiten, um die restlichen 6 Veranstaltungen über die Bühne zu bekommen. Es wird bestimmt eine würdige WM. Im Namen der FIM danke ich den Veranstaltern und allen anderen Beteiligten wie Fahrern, Herstellern, Teams und Sponsoren für ihr Verständnis und ihre weitere Unterstützung.“
2021 FIM Hard Enduro World Championship Kalender:
Runde 1: Extreme XL Lagares - Portugal, Mai 7/8/9
Runde 2: Red Bull Erzbergrodeo - Austria, Juni 3/4/5/6
Runde 3: Abestone Hard Enduro – Italien, Juli 10/11
Runde 4: Red Bull Romaniacs - Rumänien, Juli 27/28/29/30/31
Runde 5: Red Bull TKO - USA, August 13/14/15
Runde 6: HERO Challenge – Polen, September 11/12
Runde 7: Hixpania Hard Enduro - Spanien, Oktober 1/2/3
Runde 8: GetzenRodeo - Deutschland, Oktober 29/30
PA: WESS Promotion GmbH
Mit den EXC-Modellen des Modelljahres 2022 unterstreicht KTM seine Stellung als Marktführer im Offroad-Segment. Egal, ob man nach einem Motorrad sucht, das in jedem Terrain glänzt, oder auf der Strecke ein paar Sekunden gutmachen will: Es gibt keinen guten Grund, dabei nicht auf KTM zu setzen. Der Schlüssel zur alles beherrschenden Vielseitigkeit der neuen KTM EXC-Baureihe 2022 liegt in ihren hohen Fertigungsstandards und ihrer unerreichten Qualität.
Vor allem aber bieten alle Modelle zwei wichtige, performancesteigernde Upgrades. Zum einen eine neue, straffer abgestimmte WP-Federung, die selbst im anspruchvollsten Terrain ein noch besseres Fahrverhalten bietet. Außderdem sind alle Modelle mit neuen MAXXIS MaxxEnduro-Reifen ausgestattet. Nach einer ausgiebigen Testphase zeigte diese Reifenkombination eine längere Haltbarkeit und Resistenz gegen Materialermüdung bei gleichzeitig hohem Komfort für viele Stunden Fahrspaß auf unterschiedlichen Untergründen.
Dank der innovativen TPI-Technologie (Transfer Port Injection) erfüllen die 2-Takt-Modelle im KTM EXC-Segment die hohen Erwartungen moderner Offroad-Fahrer. Verschiedene Hubraumgrößen garantieren, dass jeder Fahrer die richtige Mischung aus PS und Drehmoment für seine Bedürfnisse findet.
Video KTM 300 EXC TPI 2022:
Während das Flaggschiff, die KTM 300 EXC TPI, die Wünsche jedes Hard Enduro-Fahrers erfüllt, wurde die KTM 250 EXC TPI 2022 von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit einer neuen Endübersetzung von 13:52 ausgestattet. Diese Modifikation gibt dem Bike noch mehr Traktion und macht das Heben des Vorderrads in technischen Sektionen noch leichter.
Die 4-Takter KTM EXC-F-Modelle sind so drehmomentstark wie eh und je und glänzen als verlässliche, leicht zu handhabende und aufregende Offroad-Motorräder mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung. Schon seit vielen Jahren macht die Mischung aus 250er-Handling und 450er-Power die KTM 350 EXC-F zu einem der beliebtesten Offroad-Bikes und diese Krone trägt sie auch weiterhin. Die WP-Gabel und das WP-Federbein der neuen KTM EXC-F-Modelle sind nun etwas straffer und sportlicher abgestimmt, was den Bikes zu einer besseren Performance bei hohen Geschwindigkeiten verhilft.
KTM 350 EXC-F 2022:
Dem KTM-Leitspruch "READY TO RACE" liegen alle Entwicklungstätigkeiten der Marke zugrunde und Werksfahrer wie Manuel Lettenbichler und Josep Garcia helfen dabei, die KTM EXC-Modelle für alle Fahrer der Welt zu perfektionieren. Für die 2022-Modelle hat KTM die visuelle Verbindung der Bikes zu den Rennmodellen durch die verstärkte Verwendung der Farbe Blau und einer blauen Sitzbank verstärkt. Die Grafiken und Rennverkleidungen sorgen dafür, dass eine KTM EXC an der Spitze des Felds garantiert nicht zu übersehen ist.
KTM 300 EXC TPI 2022:
KTM ist seit Jahrzehnten im Top-Rennsport aktiv und unterstreicht seine anhaltende Unterstützung des unter Rennfahrern extrem beliebten "FIM International Six Days Enduro" mit einer breiten Palette von für 2022 überarbeiteten KTM EXC SIX DAYS-Modellen.
Für die Generation 2022 haben sich die Designer eine besondere Farbgebung einfallen lassen, die Elemente einer modernen Weltkarte mit einem auffälligen Retro-Stil kombiniert. Mit einer langen Liste an KTM PowerParts ausgestattet, sind die KTM EXC SIX DAYS-Modelle des Modelljahres 2022 bereits im Serienzustand bereit, bei dieser beinharten, 1 Woche dauernden Rennveranstaltung anzutreten.
2022 KTM EXC - TECHNISCHE HIGHLIGHTS:
Überarbeitete WP-Federung mit strafferer, besser ansprechender Abstimmung
Verbesserter Ölfluss in der Federung für konstanteres Feedback
Neue MAXXIS MaxxEnduro-Reifen für unerreichten Grip auf allen Untergründen
Neue Endübersetzung von 13:52 bei der KTM 250 EXC TPI
Auffällige Farbgebung, von den Werksbikes inspiriert
Aufregendes Design & Retro-Farben für die KTM EXC SIX DAYS-Modelle
Joachim Sauer - KTM Product Manager: “Es erfüllt uns mit Stolz, zu wissen, dass unsere neuen KTM EXC-Modelle jeden Offroad-Fahrer wieder mit jeder Menge Nervenkitzel und Performance versorgen. In dieser überarbeiteten Form sind diese Bikes technische Meisterleistungen und bieten eine Option für jeden Fahrer auf der Welt. Dank der für 2022 neu abgestimmten WP-Federung bieten die Bikes nun eine straffere und konstantere Rückmeldung. Zusammen mit den neuen MAXXIS-Reifen verbessern diese beiden wichtigen Upgrades insgesamt ihre Offroad-Performance. Unser Designteam hat sich dieses Jahr wieder selbst übertroffen und so sehen die Bikes genau danach aus, was sie sind: Gewinner in jedem Gelände.”
Die KTM EXC-Modelle der Generation 2022 sind demnächst bei autorisierten KTM-Händlern erhältlich.
Klicke auf die Bilder und entdecke alle neuen KTM Modelle 2022!
Link: Alle KTM EXC Modelle 2022
SHERCO MY2022 - ENDURO Factory Range: Die SHERCO ENDURO FACTORY-Reihe wurde für die anspruchsvollsten Fahrer entwickelt. Premium-Komponenten und "factory finishes" bringen das Motorrad auf ein neues Level...

Schau dir die neuen Modelle in Aktion an!
eXTreme Fun: Die Sehnsucht nach Freiheit ist so groß wie nie zuvor: Nach monatelangen Einschränkungen ist ein bisschen Endurosport im Kontakt mit der Natur genau das Richtige. Und eben dafür bringt Betamotor die neuen XTRAINER 250/300 MY 2022 auf dem Markt. Die perfekten Motorräder, um sich wieder in den Sattel zu schwingen!

Die neue XTrainer bestätigt sich als Bindeglied zwischen den Beta-Modellen der Reihe Leisure und den Modellen für Experten: Ein vielseitiges Produkt, das junge Motorradfans in der Welt des Endurosports Willkommen zu heißen vermag, aber auch erfahreneren Motorradfahrern viel Fahrvergnügen bietet. Auch dieses Motorrad hat wieder all jene Merkmale, die die XTrainer zu einem Produkt für eine ausgesprochen vielseitige Zielgruppe in jedem Alter und Frauen und Männer gleichermaßen macht:
Geringe Sitzbankhöhe von 910 mm
Geringes Gewicht von 98kg
Elastischer und leicht handhabbarer Motor
Automatischer Benzinhahn
Softe Reifen
Einfach von außen verstellbares Auslassventil
Die XTrainer bestätigt sich also als das perfekte Einsteigermotorrad für den Endurosport, aber auch und vor Allem, um allen mehr oder weniger abgebrühten Motorradfans maximales Fahrvergnügen zu bieten, ohne ihre körperlichen und technischen Fähigkeiten zu überfordern. Diese Merkmale machen die XTrainer zu einem sehr vielseitigen Motorrad, welches das Beste aus jedem Fahrer herausholen kann.
Wer sich zum ersten Mal dem Endurosport annähert, findet in ihr ein intuitives Motorrad mit sehr einfachem Handling. Fahrer mit mehr Erfahrung werden an ihr hingegen die Ausgeglichenheit schätzen und die Nonchalance, mit der die XTrainer beachtenswerte Performance liefert. Um die Stärken dieses Modells noch weiter herauszuarbeiten, wird es einige wichtige Neuheiten geben.
An der XTRAINER 300 MY 2022 wurden aktualisiert:
Motor: Dieser wurde vollkommen überarbeitet und verfügt über einen neu konzipierten Zylinder mit vergrößerter Bohrung in Kombination mit einem neuen Kolben und einem neuen Auslassventil;
Kurbelwelle: Sie zeichnet sich durch einen geringeren Hub als das Vorgängermodell aus;
Zylinderkopf: Auch dieser ist vollkommen neu und wurde für die perfekte Kombination mit den anderen Komponenten entwickelt.
Dieser neue Motor, der mit einem Steuergerät mit einem eigenen, neuen Kennfeld kombiniert wird, zeichnet sich durch ein sanfteres Ansprechen auf die Steuerungen des Fahrers und eine gleichmäßigere Leistungsabgabe aus. Das Motorrad ist außerdem insgesamt wendiger und flüssiger im Handling.
Sowohl das Modell 250 als auch die 300er sind außerdem ausgestattet mit:
Tellerfederkupplung: Dank dieser Komponente erhält man eine sanftere und stufenlosere Betätigung für ein einfacheres Handling, das den Fahrer beträchtlich weniger ermüden lässt. Ein- und Ausrücken wurden verbessert, wodurch ein höheres übertragbares Drehmoment erzeugt wird. Für eine maßgeschneiderte Einstellung kann die Federvorspannung jetzt mit einem einfachen mechanischen Eingriff auf 3 verschiedene Stufen eingestellt werden;
Neuer Anlassermotor: Er ist äußerst zuverlässig und gestattet den Neustart des Motors auch unter erschwerten Bedingungen;
Neudesign der Elektrik: Ein besseres Layout am Motorrad sorgt für größere Zuverlässigkeit und einen schnelleren Aus- bzw. Wiedereinbau;
Neue Grafik und Farbe.
Verfügbar ab Ende Mai
Link: https://www.betamotor.com/de/

PA: BETA
Was haben eigentlich die schnellsten Endurosportler und Endurosportlerinnen Österreichs auf ihren Motorädern so verbaut? Welche Übersetzung wird gefahren? Was ist wichtig? Diese Fragen beschäftigen natürlich viele Nachwuchssportler und Hobbypiloten....

Deshalb werden wir in einer Interviewserie versuchen, diese Fragen zu beantworten um so der interessierten Endurogemeinde einen kleinen Einblick und ein paar Tipps für das eigene Setup mitzugeben um schneller zu werden oder einfach Kraft und technische Probleme einzusparen...
Heute im Interview: Simon Raffezeder
Größe:183cm
Gewicht:80kg
Welche Marke/Type von Sportenduro fährst du?
Husqvarna 250Fe Baujahr 2021
Welche Übersetzung verwendest du bei einem "normalen" Endurorennen in Österreich?
13:52
Welche Übersetzung verwendest du bei einem Extreme-Enduro?
13:52
Welche Reifen und Mousse (genaue Marke/Type) verwendest vorne und hinten bei einem "normalen" Endurorennen bei normalen Bedingungen?
Bei normalen Rennen z.B ÖEC verwende ich meist das Standard-Mousse von X-Grip und einen Soft-Reifen von Metzeler. Vorne verwende ich auch ein X-Grip Mousse und einen 6days Metzeler Reifen.
Welche Reifen und Mousse (genaue Marke/Type) verwendest vorne und hinten bei einem Extreme-Enduro?
Bei Hard Enduro Rennen fahre ich das Hard Enduro Mousse von X-Grip und ein Super Soft Reifen von Metzeler.
Vorne ein weiches Mousse von X-Grip mit einem Hulky Boy.
Was genau hast du bei deinem Fahrwerk verändert? Wer hat dein Fahrwerk eingestellt/umgebaut?
Ich bin bis zur letzten Saison ein Fahrwerk mit N10Z Einsätzen gefahren und war immer sehr zufrieden und konnte meistens die passende Einstellungen für jede Strecke finden. Diese Saison fahre ich zum ersten mal die WP Cone Valve Gabel und das Super Trax Federbein von Husqvarna Hinterndorfer.

Fährst du mit einem Umbau wie zB. einer automatischen Kupplung? Wenn ja, warum kannst du das empfehlen?
Nein fahre ich nicht, ich konnte mich noch nicht damit anfreunden.
Verwendest du eine höhere oder niedere Sitzbank bzw. hast du eine spezielle Sitzbank verbaut und warum?
Ich verwende die Normale Sitzbank, wechsle nur den Überzug da mir der originale Bezug zu glatt ist und ich mit einen raueren ein besseres Gefühl am Motorrad habe.
Hast du spezielle Tipps zur Wahl der Bremsbeläge? Welche Art verwendest du?
Ich verwende immer die originalen Bremsbeläge von Magura.
Kannst du der Enduroszene sonst noch irgendwelche Tipps zum Motorradsetting geben? Zum Beispiel: Verbau von anderen Brems- oder Kupplungshebeln, verwendest du bestimmte Hebegurte etc...
Ich verwende einen Renthal Lenker - dieser hält nicht nur mehr aus sondern die Haltung am Motorrad ist auch besser. Fehlen darf auch der X-Grip Motorschutz mit Umlenkungsschutz nicht, der ist oft sehr hilfreich falls es man etwas rauer zugeht. Wichtig fürs hard-enduro fahren sind auch noch Hebegurte vorne am Kotflügel und hinten am Heck.
Facebook oder Instagram Profil:
Link: Simon Raffezeder auf Facebook
Instagram: raffezeder77
Vielen Dank für das Interview!
Foto1: Niki Peer Photography
Der 17jährige Grazer Lukas Orthacker vom Tarco Racing Team und Ernest Krispel jun. vom Team Rosenberger Motors entschieden sich kurzfristig an der Ungarischen Enduro Cross Meisterschaft in Kyralyszentistvan teilzunehmen...

Lukas Orthacker startete in der Profi 1 Klasse bis 250 4t/250 2t und Ernest Krispel jun.in der Profi 2 Klasse über 250 4t/2502t Klasse.
Bei Traumwetter und einem riesigen Starterfeld ging es dann um 14.40 Uhrbei einem 2-stündigen Race zur Sache.
Ernest Krispel jun. konnte auf seiner Honda 300RX von Rosenberger Motors den Holeshot für sich entscheiden und das Feld anführen. Nach etlichen 2 Kämpfen und Führungswechsel musste er die Führung beim Tankstopp mit einer 30 Sekunden Zeitstrafe leider abgeben. Es blieb der Podiumsplatz mit dem 2.Rang und dem 3ten Rang Overall.
Der 17-jährige Lukas Orthacker vom Tarco Racing Team konnte sich nach einem missglückten Start in seiner Klasse auf den 2.Rang nach vorne kämpfen und diesen auch die restliche Renndauer erfolgreich verteidigen.
Auch für ihn ein sensationeller 2.Platz am Podium und 5 ter Overall.
Somit ein erfolgreiches Race in Ungarn für Österreich!!
PA und Fotos: Ernest Krispel
Das Thema Fahrwerk ist so alt wie der Motorradsport selbst und mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten sich sein Motorrad anzupassen, preislich sind einem da keine Grenzen gesetzt. Das Ganze beginnt mit einer persönlichen Abstimmung des Serienmaterials und hört bei Aftermarket Fahrwerken auf, die preislich bei 5000 Euro und mehr liegen können…

Ein Erfahrungsbericht von Paul Bernsteiner/E.A.R.T.: Im Enduro-Rennsport fährt mittlerweile beinahe jeder mit einem angepassten Fahrwerk, da die Grundabstimmung eines serienmäßigen Endurobikes selten für den Piloten auf Anhieb passt. Nicht jeder hat eben das Durchschnittsgewicht oder die Durchschnittsgröße. Außerdem wird das Material mittlerweile von vielen Käufern stärker beansprucht.
Im Hause WP gibt es schon lange entsprechende Abhilfe mittels dem immer weiterentwickelten hauseigenen Pro-Fahrwerken, in aktueller Ausbaustufe ist dies zurzeit die XACT PRO Suspension. Neu in der Entwicklung und preislich am untersten Rand der Eskalationsstufe gibt es die von uns getestete XPLOR PRO 6500 Cartridge, die mit einem Preis von ca. 1000 Euro zu Buche schlägt.

Doch vorab zur Ausgangssituation - Seit einem halben Jahr bin ich meine Husqvarna FE450 im serienmäßigen Zustand gefahren. Seitens des Fahrwerkes war schnell klar, dass etwas passieren muss. Beim langsamen Hardenduro und kurvenreichen Cross-Country Strecken war das Fahrverhalten nicht schlecht, sobald man aber schneller fuhr und die Bodenwellen oder Querwurzeln tiefer bzw. größer wurden, ging das Fahrwerk auf Block und wurde extrem unkomfortabel und undurchsichtig in der Reaktion.
Auf meiner Suche kam ich auf die neue WP XPLOR PRO 6500 Cartridge und mit dem Fahrwerkprofi meines Vertrauens,, Klaus Martinjak von JAK-RACING in Kooperation mit WP-Suspension. Ich bekam die Möglichkeit eines Produkttestes mit entsprechender Abstimmung der Gabel und eines dazu passenden JAK-Umbau des Seriendämpfers. Auf meinen Wunsch wurde die Abstimmung so gewählt, dass die Grundeinstellung nicht zu hart sein sollte, jedoch mit progressiven Einfederungsverhalten und somit Reserven im unteren Bereich.

Klaus Martinjak, JAK Racing:
„Wir bieten eine Vielzahl an Fahrwerksmodifikationen für alle Stufen - vom Enduro Einsteiger bis zum MX Profi an. So sind ausgefallenen Extreme-Enduro Abstimmungen mit gekürztem Fahrwerk und weniger Dämpfung in den ersten 5cm Federweg um das Motorrad im Trial Fahrstil umsetzen zu können, bis hin zu Abstimmungen für das nächste Sandrennen damit man es richtig fliegen lassen kann, kein Problem. Wir finden für jeden Fahrstil und für jede Gewichtsklasse und Körpergröße die gewünschte individuelle Abstimmung.
Nach 30 Jahren Erfahrung im Rennsport lieben wir nach wie vor die Herausforderung auf allen Fahrzeugmarken und auch allen verschiedenen Fahrwerkskomponenten verschiedenster Hersteller zu arbeiten, und unsere Kunden zufrieden zu stellen.

Als offizielles WP Service Center ist es uns eine Große Freude euch eine Neuerung im WP Sortiment vorzustellen. Wer bisher mit einer Standard- oder einer überarbeiteten Seriengabel noch nicht ganz zufrieden war, und mit der Anschaffung einer neuen Pro Components Gabel an seine finanziellen Grenzen gestoßen ist, hat jetzt bei JAK-Racing die Möglichkeit mit dem neuen XPLOR PRO 6500 Cartridge Kit von WP, das Fahrwerk seiner Serienenduro mehr als deutlich aufzuwerten und somit seinen sportlichen Zielen wie auch einer deutlich gesteigerten Fahrsicherheit ein Stück näher zu kommen.
Bei diesem neu entwickelten Kit handelt es sich um eine sogenannte „Closed Cartridge“ Konstruktion welches ein in sich geschlossenes unter Druck stehendes System darstellt, das wiederum die gefürchtete Kavitation im Dämpfungssystem unterbindet und somit auch bei höchsten Beanspruchungen eine gleichmäßige Dämpfungsperformance ermöglicht.
Diese bisher meist den MX Bikes vorbehaltene Technologie steht jetzt auch jedem Endurofahrer zu einem sehr interessanten Preis zur Verfügung, dessen Motorrad mit einer WP Gabel ausgestattet ist.“
Der Neue XPLOR PRO 6500 CARTRIDGE KIT bietet folgende Vorteile:
+Verbessertes Ansprechverhalten und Feedback vom Untergrund in jeder Fahrsituation
+Vermindertes Kavitationsrisiko durch Überdrucksystem – keine Dämpfungsverluste
+Extreme Langlebigkeit durch die Verwendung von hochwertigsten Materialien
+Alle Einstellungen können extern gemacht werden
+Closed-Cartridge-Technologie
+Volle Einstellbarkeit mit Standardwerkzeug
+Mit höchster Sorgfalt handgefertigt
+Einstellbare Federvorspannung
Für diverse Anfragen stehen wir während unserer Öffnungszeiten jederzeit gerne zur Verfügung.

Der Praxistest:
Der erste Test fand auf einer Cross-Country-Strecke gespickt mit künstlichen Hindernissen, ähnlich einer Sonderprüfungsrunde statt. Auf den ersten Metern ist mir gleich aufgefallen, dass meine Wunschabstimmung perfekt erreicht wurde, die kleinen Schläge werden gar nicht erst bis an den Lenker weitergegeben, größere Hindernisse werden extrem kontrolliert geschluckt, die Gabel spricht sensibel an ohne jedoch durchzuschlagen.
Als Beispiel: Bei einem ca. 5m langen Hindernis mit mehreren hintereinanderliegenden quer zu überfahrenden Baumstämmen hatte ich serienmäßig immer zu kämpfen. So wurde ich vorher eigentlich immer recht unkontrolliert von dem Hindernis „ausgespuckt“, jetzt können diese mit einer Leichtigkeit und ohne Schreckmomente übersprungen werden. In einem langen Steinfeld kann die Spur jetzt auch zügig gewechselt werden, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren. Also insgesamt schneller und kräfteschonender zu Fahren.


Weiter im Testbetrieb ging es auf wurzeligen Untergrund - auf einer bekannten Endurorunde konnten die neuen Fähigkeiten auch hier bestätigt werden. Das serienmäßige sehr unruhige Fahrverhalten ist komplett weg, Wurzeln und Steine fast aller Art und Größe werden „weggeschluckt“, auch abrupt provozierende Richtungsänderungen können problemlos umgesetzt werden, die Spur wie gewünscht gehalten. Man fühlt sich zu jeder Zeit sicher aufgehoben, zu keiner Zeit konnten Angstmomente herbeigeführt werden.
Jetzt ist es so, dass auch Aftermarket-Fahrwerke nicht „alles können“, denn je nach Abstimmung kann ein perfekt funktionierendes Sonderprüfungsfahrwerk nicht automatisch perfekt in Extrem-Enduro-Abschnitten funktionieren. Da meine Wunschabstimmung aber grundsätzlich „eher weich“ bestellt wurde, blieben auch in einer knackigen Bachbettsektion keine Wünsche offen.

MX mit Endurofahrwerk:
Um den Test abzurunden, führte mich mein Testbetrieb auch noch nach Fresach, um wieder einmal ein paar Runden auf der Motocrossstrecke zu drehen. Die Gabel kann ja mit wenigen Handgriffen mittels stufenlos verstellbarer Federvorspannung straffer gestellt werden und auch der Dämpfer reagiert sofort auf entsprechende Anpassungen.
Die Strecke war an diesem Tag in einem sehr guten Zustand, sodass ich mich zuerst auch mit der „Enduroeinstellung“ sehr wohl gefühlt habe. Kein Vergleich mit dem Standard und sehr gut funktionierend war ich auch da gleich zufrieden. Natürlich sollte man die Sprünge trotzdem sauber treffen, denn bei unsauberer Fahrweise bei Sprüngen, kann auch ein „gemachtes Endurofahrwerk“ nicht zaubern und kommt an seine Grenzen.
Fazit:
Als Fazit muss festgehalten werden, dass für die neue Pro Cartridge auf jeden Fall eine Kaufempfehlung abgegeben werden kann. Der Preis spricht für sich und funktionieren tut sie perfekt. Das wichtigste allerdings ist bei diesem Thema auf jeden Fall, sich mit seinem Fahrwerkprofi genauestens auf den geplanten Einsatzbereich abzusprechen. Oft hilft einem das teuerste Aftermarketfahrwerk nichts, wenn es nicht genau auf das Gewicht, den Fahrstil und den Einsatzzweck abgestimmt ist, da gibt es dann sehr schnell lange Gesichter und zahlt sich nicht aus.
Alle Infos zu den Produkten von WP gibt es unter www.wp-suspension.com
Fahrwerkprofi Klaus Martinjak:
JAK Racing, Waidmannsdorfer Str. 11, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel. +43 664 313 5899 oder www.jak-racing.com

Text: E.A.R.T., P.B. / Bilder: Enduro-Austria und WP
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